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Installationen
Der 13. Stuttgarter Filmwinter entdeckt die unendlichen Möglichkeiten: es gibt keine strikte Trennung, sondern Verschmelzung zwischen Film, Video und Neuen Medien. Installationen und Expanded Cinema werden zwar diesmal an drei verschiedenen Orten präsentiert, die Übergänge der verschiedenen medialen Ausdrucksformen innerhalb der Kunstwerke sind jedoch fließend.
Im Idea wird´s möglich: das Herz hängt nur noch am seidenen Faden, aber es schlägt. Die Installation von Karsten Trappe "Organismus" zeigt ein Glasgefäß, in dem in einer Flüssigkeit herzähnliche organische Formen pulsieren. Technik und Organismus werden zu einer Einheit und verschmelzen zu einer seltsamen Art des Lebens.
In eine psychedelische Städtearchitektur im Untergeschoss des Idea entführt die Installation "Des Rives", die von Yann Beauvais (Paris) und Thomas Köner (Dortmund) im Centre Pompidu entwickelt wurde. Die Filminstallation zeigt aus drei Projektoren unterschiedliche architektonische Räume, die von verschiedenen Soundquellen beschallt werden . Die Musik wird während der Installation von Thomas Köner verändert und weiterentwickelt und in einer Mischung zwischen Expanded Cinema und Performance entstehen neue räumliche Klangwelten.
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KungfuSoft" im Foyer des Filmhauses. Mit präzisen Handkantenschlägen und Fußtritten zerteilt der Kung-Fu-Star Jacki Chan die Bildflächen und wirbelt diese mit einer weichen Leichtigkeit durcheinander. Jan und Tim Edler (Kunst und Technik) thematisieren in der 42-sekündigen Videosequenz als Endlos-Loop konzeptionell und formal "Drifting Pictures". Dreidimensionaler Raum der Wirklichkeit und zweidimensionale Bildflächen werden ununterscheidbar und werden kombiniert zu einem neuen virtuellen Raum. Auch die Installation AGAIN & AGAIN (THE BORDERER) auf zwei Monitoren von Björn Melhus spielt mit Original und Abbild. Der 6-minütige Videoloop ist eine kreisende Geschichte über das Klonen des eigenen Körpers.
Kino-Scooter in der Expressguthalle des Hauptbahnhofes: "Feussners 5-Tage-Rennen" ist die Rekonstruktion eines Fluxus-Happenings aus den 60er Jahren bei dem Alfred Feussner eine Arbeit mit dem Titel "Vorspann" zeigte. Die wunderbare interaktive Installation ist eine Hommage an den experimenellen Filmemacher aus Köln, der sich kurz nach der Veröffentlichung das Leben nahm. Zehn Film- und Diaprojektoren projizieren gleichzeitig von den vier Wänden der Expressguthalle in dessen Zentrum. Im Raum selbst befinden sichfahrbare Gestelle aus halbdurchlässiger Folie, in denen sich Zuschauer als "wandelnde Leinwände" durch die Projektionsstrahlen bewegen und sowohl für sich selbst als auch für die am Rande Stehenden unterschiedliche Bilder sichtbar machen können. Die Interaktion dieses Remakes erschöpft sich nicht zwischen Zuschauer und Kunstwerk, es ist auch die Interaktion zwischen den Zuschauern, die das Werk gestaltet. "Feussner 5-Tage-Rennen" wurde vom Hamburger Filmverein rekonstruiert und zur Verfügung gestellt. |
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Übersicht der Installationen
Yann Beauvais (Paris) Des Rives
Till Cremer (Braunschweig) Kopf.2
xenia deluxe/dfx8 (Berlin) Verona - Das Interface
Feussner 5-Tage-Rennen (nach Alfred Feussners "Vorspann")
Christian Göbel (Stuttgart) imagine
Peter Haury und Oberwelt e.V. (Stuttgart) Das Floß der Vernunft
Kassai/Theiss/Olbrich (Stuttgart) stimm_bild
Kunst + Technik (Berlin) KungfuSoft
Johannes Markmann (Berlin/Leipzig) Lust
Björn Melhus (Berlin) Again & again (the borderer)
Angela Melitopoulos (Köln) And
Joachim Peter (Stuttgart) Brave New World - Stunde Null
Karsten Trappe (Braunschweig) Organismus
Ursula Witzany (Linz) Die Sieger
vision20 (Stuttgart) Häutungen
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