kopfwand FILMWINTER '96: Das Experimentalfilm-Archiv


  
  Teilnehmer:
  Ralf Sausmikat, European Media Art Festival Osnabrück
  
  Markus Schäfer, Kurzfilmagentur & Kurzfilmfestival (No 
  Budget) Hamburg
  
  Marcel Schwierin, Hochschule für Bildende Künste 
  Braunschweig
  
  Moderation: Ulrich Wegenast, Wand 5 e.V.
  
  Eine wissenschaftliche Aufarbeitung des Experimentalfilms 
  findet kaum statt. Weder Kunsthistoriker noch 
  Medienwissenschaftler haben bis dato einen Zugang zum 
  Phänomen Experimentalfilm als Kunst gefunden. Wieso 
  dieses Defizit besteht, kann in diesem Zusammenhang nicht 
  ausreichend diskutiert werden. Das Gespräch kann nur 
  aufzeigen, welche Möglichkeiten der Strukturierung und 
  Archivierung für das vielfältige Material, das sich u.a. 
  aus Videos, Katalogen und Rezensionen zusammensetzt, 
  bestehen. Nachdem bedeutende Filmbibliotheken wie 
  Frankfurt oder Berlin diesen Bereich nach wie vor 
  vernachlässigen, sind es in zunehmendem Maße die 
  Festivals, die diese Lücke schließen. Welche Formen der 
  Kooperation können zwischen den Festivals, Bibliotheken 
  und Hochschulen zustande kommen, um einen sinnvollen 
  Informationsaustausch zu ermöglichen? Inwieweit lassen 
  sich solche Archive öffentlich zugänglich machen? Welche 
  Schwerpunkte ergeben sich aus einer festivalbezogenen 
  Archivierung und wie lassen sich die internen Ansätze so 
  erweitern, daß sich daraus ein profundes Archiv für 
  Kuratoren, Studenten und Anhänger des experimentellen 
  Films und der kurzen Form entwickeln kann.
  
  
The academic write-up of the experimental film rarely takes place. Neither art historians nor journalists have been able to find the connection between the phenomenon of the experimental film and art. Why this deficit exists cannot be discussed sufficiently here. The discussion can only illustrate which possibilities the structuring and cataloguing of the multifarious material which involves among others videos, catalogues, and reviews, exist. Since the influential film libraries like Frankfurt and Berlin have traditionally neglected this area, it is increasingly the festivals which try to close the gap. What sort of cooperation can be established between the festivals, libraries, and universities in order to create an efficient exchange of information? In what way can these archives be made accessible to the public? Which focal points emerge from the catalogue system of a festival and how can these internal beginnings widen, in order to produce and profound archive for curators, students, and supporters of the experimental and short film form.

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