kopfwand FILMWINTER '96: Video Data Bank 1 & 2
Ethnographien des Innenlebens: Videos über das Ich
präsentiert von Mindi Faber


Programm 1

Edward Rankus

Edward Rankus ist ein unabhängiger Videokünstler, dessen Arbeit auf die Symbolik von Science Fiction Filmen, verhaltensspychologische Experimente und Hypnose verweist. Indem er sich mit der verschwommenen Grenze zwischen inneren und äußeren Welten beschäftigt, erinnern seine Werke an die Ästhetik des Surrealismus. Als Student von Dan Sandin und Phil Morton Gehört Rankus zu der zweiten Generation von Videokünstlern aus Chicago, die sich dem Medium Video auf andere Art und Weise nähern als ihre eher Prozeßorientierte Lehrer. Rankus' Arbeit ist meisterhaft geschnitten und sehr ironisch, selbst in alltäglichen Dingen sieht er das dramatische Elemet. Das Spiel der Symbole ist sehr wichtig in seinem Werk, das auf gewisse Weise an ein gemaltes Stilleben erinnert, indem er wesentliche Elemente gegenüberstellt, um Stimmung und Bedeutung zu erzeugen.

Nerve Language (10:07, 1995)

In diesem Video das zusammen mit Rankus' vorigen beiden Arbeiten "Naked Dom" und "She Heard Voices" eine lockere Trilogie darstellt, untersucht er die zweideutige Verschmelzung unserer inneren und äußeren Bereiche. In bemerkenswert komponierten Bildern, bei denen er sich Techniken wie Tableau Vivants, Collage und Montage bedient, kreiert Rankus eine Welt, in der der menschliche Körper keine diskrete Hülle besitzt, sondern statt dessen objektivierbar gedacht wird, was das lebende Subjekt veranlaßt, über die eigene Gegenständlichkeit nachzudenken. Rankus' Vision wird dabei ironisch von der wirkungsvollen und subtilen Musik von Bob Snyder kommentiert. Daniel Reeves Daniel Reeves arbeitet seit 1970 als Bildhauer und Filmemacher mit Video und Installationen. er ist weit gereist und hat dabei beträchtliches Videomaterial selbstständig produziert, das sich mit persönlichen, politischen und spirituellen Themen beschäftigt, von gesellschaftlich gedulteter Gewaltbereitschaft bis hin zur göttlichen Natur des Lebens.

Obsessive Becoming (56:00, 1995)

In dieser freien und surrealen Form der Autobiographie geht es um Kindheit, um Rituale unter Erwachsenen und die Sehnsucht nach Sinn und Zusammenhang sehr absurder Ererignisse in der Kindheit. "Obsessive Becoming" kehrt zurück zu Reeves' früherer Untersuchung von persönlichen Erzählformen, Poesie und seinem Anliegen, eine spontanere und direktere Verschmwlzung von Sprache und Video zu erzeugen.

Hier durchbrechen Sprache und Bilder der Erfahrungen und des Verrats während des Erwachsenwerdens die Grenzen des Mediums. Da seine Eltern seit den 40er Jahren begeistert versuchten, die Zeit auf Polaroid und 16 mm zu bannen, konnte Reeves später aus diesem reichen Bildmaterial schöpfen. Seine Arbeit zeigt im wesentlichen heilsame Einsicht und Mitgefühl. Sie gibt uns den Rat, daß wir Erinnerungen, die uns emotional einschränken, hinter uns zu lassen, und daß wir mit der Vergangenheit auf eine Weise umgehen, die uns nicht in unserer Lebensentwicklung hemmt - in Reeves Worten: Widersteht, so lange es geht, und legt ab, was euer Herz beschwert.


Programm 2
Joe Gibbson

Joe Gibbsons trockener Humor zeigt sich in obsessiven Monologen, die am Grund des monomanischen Gemüts katzen und von Macht-, Zerstörungs und Todesphantasien überschäumen. Gibbsons Handkamera erlaubt es, seinem anderen Ich aufzutauchen und tyrannische Tiraden loszulassen, die auf komische Art soziale Werte auf den Kopf stellen.

Pretty Boy (2:45, 1995, Pixelvision)

Die Spannung zwischen einem Mann und seinem gutaussehenden, jungen Rivalen, einer Ken-Puppe, entlädt sich in roher Gewalt.

Michael O' Reilly

Der in Philadelphia ansässige Michael O' Reilly ist ein Video- und Filmregisseur, Musiker, Performer und Schriftsteller. Er benützt billiges Amateurequipment, um seine Visionen von Leben, Tod und dem Bereich dazwischen darzustellen. Im Juni 1994 wurde er zu "Fellow Of The Pew Fellowship" im Bereich medialer Kunst ernannt. Augenblicklich arbeitet er an einer computerisiereten Version von Orion Climbs, die Dialog, Musik und Bild der Originalaufnahme auf Smart-shuffle-Basis arrangiert, wodurch den Zuschauern ermöglicht wird, die Elemente des Videos neu zusammenzusetzten und somit ihre eigene Fassung zu kreieren.

Glass Jaw (17:00, 1991)

In diesem impressionistischen Stück in Pixelvision liefert uns O' Reilly ein packendes Bild eines gelebten, körperlichen Traumas und schwerer geistiger und physischer Verwirrung aufgrund zweier Ereignisse. Im April 1991 brach er sich bei einem Fahrradunfall den Kiefer, später im Juli wurde er angegriffen und mußte sich daraufhin einer Gehirnoperation unterziehen. Das Video ist atemberaubend, wenn O' Reilly von seiner schmerzhaften Genesung, seinen Problemen mit dem staatlichen Gesundheitswesen und seinem täglichen Leben mit den Schmerzen erzählt. "Glass Jaw" ist ein beindruckender Kommentar zu Tod und Sterben, und er spricht auch von der Struktur und den Lücken im amerikanischen Gesundheitswesen. O' Reilly ist für den größten Teil der Musik und der Soundeffekte in seinem vielgepriesenen Video verantwortlich, das er mit einem Casio SK1 Keyboard vertonte und mit einer Fisher-Price PXL 2000 drehte, was zeit, daß selbst ultrabillige Technik eine brauchbare Altenative für unabhängige Filmemacher sein kann.

Tom Kalin

Tom Kalins Arbeit konzentriert sich auf die Darstellung von schwuler Sexualität heute, im Zeitalter von AIDS, und historisch betrachtet, wie z. B. in seinem von Kritikern bejubelten Spielfilm "Swoon". Kalin, der bei seiner Arbeit von den beiden AIDS Aktivisten ACT UP und Gran Fury beraten wird, bedient sich in seinem Video wunderschöner, unscharfer Bilder, bei denen er von einer Vielzahl an Film- und Videoquellen inspiriert wurde. Kalin arbeitet momentan an einem Spielfilm, der auf dem Buch "Savage Grace" basiert, und an einber halbstündigen Verfilmung zweier Geschichten von Jane Bowles. Über dies produzierte Kalin die Spielfilme "Go Fish" (von Rose Troch‚) und "I Shot Andy Warhol" (von Mary Harron).

Selections From Third Known Nest (13:20, 1991 - 1995)

Als eine lockere Zusammenstellung von kurzen Super 8-Filmen, die auf Video geschnitten wurden, schlüpft "Therd Nest" in die Rolle eines Musikvideos und macht aus einer handvoll literarischer Prüfsteine und einiger Drehs draußen in der Welt ein Tagebuch. Dabei enthält der Film folgende Teile:

I Hung Back, Held Fire, Danced And Lied (5:00, 1994) Ein Denklmal zu Ehren des Lebens, inspiriert von einem Zitat von James Baldwin.

Information Gladly Given But Safety Requires Avoiding Unnecessary Conversation (1:05, 1994) Ein Kurzfilm, der die Form von Werbefilmen annimmt, aber sprachgewandt für persönliche Freiheiten eintritt.

Shu Lea Cheang

Cheang greift Vorstellungen von ethnischer Integration an, indem er sie die politische Kehrseite in alltäglichen Situationen, die das Verhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft beinflussen, untersucht. Dabei benütz sie das Medium Video in formal innovativen Installationen. Zu ihren Projekten gehören das Airwaves Projekt, das sich mit dem einseitigen, globalen informationsfluß und Industrieabfällen beschäftigt, und "Those Fluttering Objects Of Desire", eine Installation, die die Arbeit von Künstlerinnen, die sich mit sexualpolitischen Strukturen zwischen den verschiedenen Rassen beschäftigen, vorstellt. Cheang hat kürzlich unter dem Namen Maniac mit Ela Troyano (E. T.), eine Filmemacherin und Performerin, und Jane Castle (Baby), auch eine Filmregisseurin, die bei vielen Spielfilmen mitgewirkt hat, zusammengearbeitet. Eines ihrer letzten gemeinsamen Projekte ist das von Kritikern gefeierte " Fresh Kill".

Fingers And Kisses (Shu Lea Cheang mit Superdyke, Inc. Japan, 5:00, 1995)

Cheang hat ihre Kamera hinaus auf die Straße genommen, um einen bemerkenswerten Einblick in öffentliche, lesbische Sexualität zu gewinnen. Da Asiatinnen und Lesben eine gewisse unsichtbare Stellung in der Kultur gemeinsam haben, bietet "Fingers And Kisses" nicht nur ein kühne Darstellung von beiden, sondern auch eine Herausforderung an die Fragen die nach dem, was Lesben tun, suchen. Tokyos eigen laute Clubmusik von Chu unterstreicht die Schilderung dessen, was auf der Straße beginnt und im Bett fortgeführt wird. Der Song ist von Chu.

Sadie Benning

Sadie Benning begann, eigenes Videomaterial aufzunehmen, als sie 15 war; damals benützte sie eine Fisher-Price-Pixelvison- Spielzeugkamera. Ihre Arbeit mit Pixelvision erreichte 1992 ihren Höhepunkt mit der Produktion zweier Videos ("It Wasn't Love" und "Girlpower"). Sadie war zu diesem Zeitpunkt gerade 19 und ihre Werke waren schon im Museum of Modern Art, auf dem Sundance Filmfestival und der Whitney Biennale zu sehen gewesen. Seit dem ist sie nicht mehr öffentlich aufgetreten, um sich ganz der Malerei, dem Zeichnen und der Animation widmen zu können. 1995 hat sie ein kurzes Musikvideo für die Bostoner Band Come fertiggestellt. Mit "German Song" geht sie stilistisch in eine völlig andere Richtung als mit ihren frühen Werken. Während die Pixelaufnahmen meist in extremen Close-ups und oft in der privaten Sphäre ihres eigenen Schlafzimmers gedreht wurden, wurde "German Song" aus Super 8 gefilmt und setzt sich hauptsächlich aus Außenaufnahmen und Totalen zusammen, die die Idsolation des Individuums in einer Landschaft der Einsamkeit und des Verfalls betonen. Ähnliche Motive tauchen wieder auf, wenn es um Ängste und Isolation der Jugend und dem Wunsch, wegzugehen, geht.

German Song (5:49, 1995)

Bennings poetischer Kurzfilm, der auf Super 8 in schwarzweiß gedreht wurde, reflektieret eine losgeläste Jugend und graue, durchwanderte Nachmittage. Die Musik ist von Come aus Boston.

Meena Nanji

Meena Nanji, eine Südostasiatin, die in Kenya geboren wurde, zog nach London, als sie neun war, und mit 17 nach Los Angeles. Ihre Arbeit beschäftigt sich mit der Zerstreuung der kolonialisierten Völker in der Welt und der durch die Völkerwanderung entstandenen Verschiebung von kulturellen Weten, Traditionen und Ideologien.

Voices Of The Morning (13:40, 1992)

Diese experimentelle Video, das schon viele Preise gewonnen hat, untersucht die psychologischen Probleme einer Frau, die in einer orthodox islamischen Welt aufwächst. Während es sich gegen traditionelle Definitionen der Rolle der Frau in der Gesellschaft als pflichtbewutze Tochter oder Ehefrau wehrt, wird Nanjis Kampf dargestellt, bei dem sie versucht, eine Position für sich zwischen den Notwendigkeiten und Aufgaben, die ihr restriktive, familiäre und gesellschaftliche Konventionen auferlegen, zu finden.

Rachel Schreiber

Rachel Schreiben ist eine Performance-Künstlerin, Schriftstellerin und Videokünstlerin aus New York.

This Is Not Exotica

"This Is Not Exotica" problematisiert die simplifitierte Assoziationskette von Begriffen wie oben/männlich/aktiv gegenüber unten/weiblich/passiv. Durch die überraschende Gegenüberstellung von erotischen Phantasien und historischen Berichten jüdischer Frauen, die sich während des Zweiten Weltkriegs in der R‚sistance befanden, hinterfragt "This is not exotica" die Bedeutung von Passivität und Handlungsfähigkeit in der Sexualität der Künstlerin. Schreiber stützt sich auf Frauen innerhalb ihrer eigenen kulturellen Vergangenheit, um die Stellung dieses Erben in bezug auf ihr Begehren zu untersuchen.

Leslie Thornton

Leslie Thornton fing an, Videos und Filme zu drehen, als sie noch Malerin war; sie unterrichtetan der Brown University im Rahmen des Modern Culture and Media Program. Ihre vielfältigen und komplexen Arbeiten erforschen die Mechanismen von Begierde und Bedeutung, ohne Rücksicht zu nehmen auf sprachliche Grenzen und erzähltechnische Konventionen. Thorntons Werke, die schwer einzuordnen und zu beschreiben sind, werden durchdrungen von theoretischem Interesse und reicher intuitiver Metaphorik, die Verbindungen zwischen Science Fiction, ethnographischen und dokumentarischen Strukturen herstellt.

The Last Time I Saw Ron (12:00, 1994)

Im Winter 1994 arbeitet der Schauspieler Ron Vawter in Brüssel an einer Theaterproduktion über den Mythos des griechischen Kriegers Philoketes. Philoketes wurde von Odysseus auf der Insel Lemnos zurückgelassen, nachdem er von einer Schlange auf dem Weg nach Troja gebissen worden war. Er wurde von Odysseus verraten, weil seine Wunde nicht heilen wollte, und weil sein lautes Klagen und der Gestank der Verletzung die anderen Soldaten störten. Als Ron diagnostiziert wurde, daß er AIDS hatte, nahm die Geschichte der Qualen und Isolation für ihn an schmezlicher Schärfe zu, und er vereinbarte mit dem holländischen Regisseur Jam Ritsema eine Zusammenarbeit an einer Theaterproduktion, die von diesem Mythos inspiriert wurde. Eine internationale Gruppe von Künstlern kam zusammen, um unter der Schirmherrschaft des Kaaitheaters in Belgien Variationen über Philoketes zu entwickeln. Ron starb, als die Produktion verwirklicht wurde. "The Last Time I Saw Ron" setzt sich zusammen aus Material, das fü+r das Stück gefilmt wurde, und beinhaltet phantastische Aufnahmen von Ron, wie er durch die kosmischen und zerstörerischen Ereignisse geschleudert wird. Eine schwangere Frau läßt sich neben ihm treiben, als sein Körper mit Zeit und Raum im Universum verschmilzt. Diese Video ist eine erfreuende Betrachtung über die Macht der Kunst als lebensspendende Kraft und über den außergewähnlichen Glauben eines Mannes dieser Macht.

Maida Barbour / Linda Montano

Linda Montano: Seven Years Of Living Art (13:13, 1994)

Eine Videociollage einer siebenjährigen Performance der bekannten Künstlerin Linda Montano. Das VIdeo zeichnet das Ergebnis und die Ereignisse in Montanos Leben, als sie jeweils ein Jahr einem der sieben Chakren widmete, chronologisch auf. Obwohl sich die Arbeit anfänglich mit den Themen Verpflichtung und Befreiung auseinandersetzen wollte, wird sie bald zu einer faszinierenden Mischung aus Kunst und Leben, wenn Montano das Einsetzen ihrer Wechseljahre und den Tod ihrer Mutter erlebt, wenn sie darüber entscheidet, in einem Konvent ein- und wieder auszutreten, wenn sie einen Schlaganfall erleidet und über ihren eigenen Tod nachdenkt - all dies innerhalb der Strukturen eines intensiven Kunstwerkes. Zu den Mitwirkenden gehören Ellen Furman, Gisela Gamper und Annie Sprinkle. Verschiedene, kurze Arbeiten von den folgenden Produzenten werden im Programm eingeschlossen.

Jens Cohen

Jens Cohen ist ein in New York ansässiger Filemacher, der mit 16 mm, Super 8 und Video arbeitet. Seine poetischen, häufig flüchtigen Werke überschreiten die Grenzen zwischen dokumentarischen, narrativen und experimentellen Ebenen. Cohen dreht oft an hunderten von Schauplätzen ohne die Unterstützung einer Crew, ganz in der Tradition von Photographien, die wie Robert Frank, das Leben auf den Straßen kommentiern. Er arbietet mit verschiedenen Dichtern, Schriftstellern und Bands zusammen, wie R. E. M., Fugazi und den Butthole Surfers, für die er Alternativen zum gattungstreuen "Musikvideo" schafft. C-OO Film Corporation ist eine kleine Firma, die Filme und Videos produziert und vertreibt. Während dort meist Musikvideos für Bands wie R. E. M., The Feelies, Latin Alliance, Pylon und den Chicka saw Mudd Puppies produziert werden, wird augenblicklich auch an dem ersten Spielfilm gearbeitet. Mit Direct Impact, ihrem gemeinnützigen Verein, sind sie für eine Reihe von billigen, aber effektiven öffentlichen Bekanntmachungen über soziale und politische Themen wie Beziehungen zwischen unterschiedlichen Rassen, Sexismus, Safe Sex, Geschichtsaufarbeitung und Umweltschuttz verantwortlich.

Teddy Dibble

Dibbles Videos, die in der Erinnerung an einfachere Zeiten schwelgen, als alles, was krabbelt, noch echt gruselig war, bieten uns an, in seine lustigen Jungenspäße einzusteigen. Während seine Kurzfilme auf visuellen Wortspielereien basieren, macht er sich über alles lustig, vom medizinischen Berufsethos über vorherrschende Platitüden bis hin zum Medium selbst. Dibble lebt und arbeitet in Kansas City.

Jenny Holzer

Jenny Holzer betrachtet verbale Ideen in Form von Zeichen als wesentliche Bestndteile des täglichen Lebens. Sie sind für sie als Thema in der zeitgenössischen Kunst genauso grundlegend sachbezogen wie die Portraits und Landschaften aus vergangenen Zeiten. Holzers Kunst fußt auf der Kraft der Sprache zu verzerren und zu manipulieren, und sie ist eher intellektuell als visuell orientiert. Für ihre linguistischen Eingriffe überall im sozialen Bereich, seine es Parkuhren, T-Shirts oder Werbeflächen, ist sie international bekannt. Holzers "Televised Texts" benützen die Form und Sprache von Werbung, um Kommunikation zu unterbrechen, und präsentieren Kamikaze-Texte, die so verfaßt wurden, daß sie Ideen stimulieren, humorvoll sind und die viel zu passiven Zuschauer zu einer kritischen Haltung bewegen sollen. Wie alle Arbeiten von Holzer sind auch die Fernsehspots scheinbar simple Textfolgen, die provokative, soziale Kommentare mit klangvoll poetischen Reflexionen mischen. Übrigens: "Televised Texts" wurden produziert, um einzeln, anonym und überraschend im Fernsehen oder innerhalb anderer kultureller Programme aufzutauchen. Fragen Sie nach einer vollständigen Liste verfügbarer Texte.


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