kopfwand 9. STUTTGARTER FILMWINTER

vom 4.1. bis 7.1. '96 im

Filmhaus- Künstlerhaus- Hauptbahnhof- Kino Lupe


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Mail an Wanda* Team* Sponsoren* Verkehrsverbindungen* Tagesprogramm* Grusswort des Kulturbürgermeisters* Preise! Und dazu eine Jury


Der Ruhm kennt keine Robe,
sehr geehrte Gäste des 9. Stuttgarter Filmwinters,

... und Wand 5 e.V. kennt keine Gnade:

Mit erweitertem Konzept und neuen R<84>umen geht der Stuttgarter Filmwinter in die 9. Runde. Bevor die mannigfaltigen Neuerungen gepriesen werden, m<94>chte Wand 5 allerdings der Freude Ausdruck verleihen, unser Festival im beinahe schon heimisch gewordenen Hauptbahnhof er<94>ffnen zu d<81>rfen.

So findet in der Kleinen Schalterhalle, die uns in den letzten beiden Jahren als Kinosaal gedient hat, die Ausstellung des Fotografen Jürgen Baldiga statt. Das Hauptprogramm, der Internationale Wettbewerb "shortfilm-battle", hat im unlängst eröffneten Filmhaus sein neues Domizil. Im Rahmen des "shortfilm-battle" werden der "Norman 96" und der "Team-Work-Award" von der internationalen Jury vergeben. Auch die Pächtergemeinschaft im Hauptbahnhof hat uns die Treue gehalten und wird einen Förderpreis stiften, der für ein Erstlingswerk, einen Studentenfilm oder eine No-Budget-Produktion vorgesehen ist. Und schon jetzt müßte klar werden, daß sich Wand 5 e.V. - trotz wachsender internationaler Resonanz und vielfältigem Programmangebot - nach wie vor besonders für die kurze Form und den unterschlagenen Film, das Experiment und den innovativen Ansatz engagiert - eben für intelligente und nicht bombastische Unterhaltung der fünften Art. Im Filmhaus werden neben dem Hauptprogramm die "traditionellen" Medienkünste, Film und Video, in einer irrwitzigen Kombination von Rahmenprogrammen und Sondervorführungen gepflegt: Das Spektrum reicht von einer von Mindy Faber kuratierten Auswahl herausragender Arbeiten der Video Data Bank Chicago, über die Gesamtschau des Videooeuvres von Sadie Benning bis zu "Girls with Guns", japanischen Animationsfilmen zum Thema "ballernde Mädels". Damit springt Wand 5 e.V. keineswegs auf den Zug einer leider längst schal gewordenen Girlie-Bewegung auf oder wiederholt die bis zum Letzten durchexerzierten Gender-Studies, sondern würdigt die echten und falschen Damen als selbstverständliche, aber dennoch bedeutende Größen in der Film-"Avantgarde". Die Kontinuität weiblichen Filmschaffens wird u.a. anhand von Filmen der arrivierten Künstlerin Rebecca Horn und zweier Werkschauen von Filmemacherinnen der jüngeren Generation, Ela Troyano und Claudia Schillinger, demonstriert - zu sehen in den Programmkinos Lupe 1 & 2. Aber auch außerhalb des Bermuda-Dreiecks Filmhaus, Lupe und Kleine Schalterhalle spielt sich einiges ab: Im Künstlerhaus Stuttgart dreht sich alles um das Zauberwort "Multimedia". Hier werden in Vorträgen und Präsentationen mit dem Wand 5-typischen Charme und Faible, Abseitiges und Außergewöhnliches aufzustöbern, künstlerische Positionen im Bereich CD-Rom und Internet vorgestellt. Erkki Huhtamo, Professor für Media-Design an der Universität von Lappland, ist profunder Kenner von "CD-Rom Kunst" und wird in die von ihm zusammengestellte CD-Rom Galerie einführen. Die Gäste des Filmwinters haben im CD-Rom- und Internet-Caf‚ - einem Novum in Stuttgart - zusätzlich die Möglichkeit, bei Kaffee und Kuchen, CD-Pils und Ambient House, die Silberlinge selbst zu testen und die erste Surfpartie durch`s Netz zu wagen. Weitere Specials und Ausstellungen runden den 9. Stuttgarter Filmwinter zum Medien-Ereignis in Baden-Württemberg im Jenner 1996 ab, das durch sein konzeptuelles Profil und die Qualität der Beiträge, so hoffen wir, besticht. Um Geselligkeit und lange Nächte, das wissen wir, müssen wir uns ohnehin nicht sorgen, wenn Heribert Meiers mit den altgedienten Wand 5-Kämpen und -sympathisanten hinter'm Tresen steht. Bevor wir den Startschuß für vier fulminante Tage geben, möchten wir uns von Herzen bei den zahlreichen Unterstützern, unseren Hauptsponsoren Dinkelacker Brauerei AG und Deutsche Bahn AG, der Landeshauptstadt Stuttgart und dem Land Baden-Württemberg, den freiwilligen Helfern und vor allem bei den Künstlern bedanken, ohne die der Winter nicht zustande gekommen wäre: Go for Gold!

Das zentrale O.K.


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