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Margarete Jahrmann und Max Moswitzer (Wien)KONSUMSERVERKOLLABORATIONhttp://www.konsum.co.atDas Server Kollaborations- und Kommunikationsprojekt KONSUM basiert auf Maschinenkommunikation zwischen an mehreren Orten physisch präsenten KONSUM Servern und virtuellen KONSUM Servern auf Gastservern an unterschiedlichen geografischen Orten. Maschinenkommunikation ist konstante Aktivität auf KONSUM. Durch den automatisierten Austausch von Informationen über Serveraktivitäten zwischen an mehreren Orten physisch präsenten KONSUM Servern und virtuellen KONSUM Servern auf Gastservern an unterschiedlichen geografischen Orten. Maschinenkommunikation ist konstante Aktivität auf KONSUM. Durch den automatisierten Austausch von Informationen über Serveraktivitäten zwischen den einzelnen Servern werden Funktionsweisen und die Überwachungskapazität der Netzkommunikation im WWW visualisiert. Das Web dient als Fenster in die Netz- und Serverarchitektur.Speisung eines selbstgenerativen Wesens benutzt. Die Transformation von Netzprotokollen, Serveraktivitäten oder dem Puls der Übertragungsfrequenz in tatsächliche Netzkreaturen sind der Arbeitsinhalt auf KONSUM. Das Panoptikum des Netzes wird über das KONSUM Webfenster sichtbar. KONSUM macht Werkzeuge zur Protokoll-Visualisierung und Server-Transparenz über die Weboberfläche verfügbar. Jeder kann über KONSUM und seine Kollaborationssites selbst zum Supervisor des Systems werden. Kontrollkommandos aus der Unixwelt werden in WWW Oberflächen transferiert. Auf experimentellen Servern kann aus instrumenteller Medienpraxis heraus das Netz für den einzelnen manipulierbar gemacht werden. Die konkrete Umsetzung der Netzethik in technische Gegebenheiten ist Ideologiekritik zur elektronischen Kommunikations-Kultur. Usermythen werden zerstört. Jedem User seine eigene Domain, jedem User sein eigener Server! Die Server kommunizieren über existierende Systeme wie e-mail aber auch über eigens erstellte experimentelle Transferprotokolle. Das KONSUM Logo ist eine Abwandlung jenes der bankrotten sozialistischen österreichischen Supermärkte.
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http://www.adaweb.com
äda"web wurde im Frühjahr 1995 mit dem Ziel eingerichtet, zeitgenössischen Künstlern eine Plattform zu bieten, um mit Nutzern des Internets in einen Dialog zu treten. -ä- Die Seiten von äda"web bestechen nicht nur durch die Projekte, die dort beherbergt werden, sondern auch durch ihr eigenwilliges und künstlerisches Layout. -ä- Ständig werden die Seiten aktualisiert, und eine eingebaute Suchmaschine verschafft schnellen Zugang zu den vertretenen Künstlern. -ä- Unter anderem ist Jenny Holzer, deren Filme schon mehrfach von Wand 5 präsentiert wurden, mit ihrem Projekt "please change beliefs" vertreten. -ä- Diese Arbeit fordert in besonderer Art die Mitarbeit des Betrachters, zum einen in der Vervollständigung und Änderung von gesammelten Binsenwahrheiten, zum anderen bei der Abstimmung der Güte derselben. -ä-
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The Great Wall of ChinaSimon Biggshttp://www.easynet.co.uk/simonbiggs/greatwall.htm
"The Great Wall of China" ist ein neues, für simultane multimediale Realisation konzipiertes Projekt; es beinhaltet eine Webseite, eine CD-ROM, ein Buch und eine interaktive Installation. Die Grundlage von "The Great Wall of China" ist eine interaktive "real-time"-Sprachmaschine. Es benutzt die Metapher der realen chinesischen Mauer als "Navigationsplan". Das System kann einen endlosen Strom von sich ständig entwickelnden und verändernden Texten hervorbringen. Die Inspiration zu diesem Projekt kommt von einer Kurzgeschichte Franz Kafkas, die den selben Namen trägt. Die dem Projekt zugrundeliegende Datenbank beinhaltet lediglich einzelne Worte, die alle Kafkas Kurzgeschichte entnommen sind. Der in diesem Werk hauptsächlich genutzte technische Zugang basiert auf "Muster-Wiedererkennung" und "Chomski-Kunst-Grammatik". Auf der Satzebene werden die künstlichen Grammatiken benutzt, um einzelne Sätze zu generieren und dabei einen gewissen Grad an Genauigkeit in der Anordnung der Syntax sicherzustellen. Dieses basisgrammatikalische System wird aufgewertet durch viele ad-hoc-Funktionen, die Plural, Konjunktion und Zeiten etc. bearbeiten. Die meisten dieser Funktionen operieren auf der Wortebene, hängen aber von "automatischen" Texten und rückbezüglichen Techniken ab. Techniken zur Mustererkennung werden auf der höheren Ebene der Erzeugung von Inhalt und Kontext benutzt. Letztere Strategie wurde angewandt, da es der Wunsch des Künstlers war, jegliche Form von narrativen Modellen im System zu vermeiden. Diese Technik ist noch in einem frühen Entwicklungsstadium. Sie führt zu einer sehr offenen Prosaform, überraschend in ihren Ergebnissen und ihrer Poesie. Das Projekt soll im Spätsommer 1997 in einer ersten Ausführung vorliegen. Was derzeit online zu sehen ist, sollte als technisches Experiment betrachtet werden, es handelt sich eher um ein Werk mit prozeßualem Charakter als um ein abgeschlossenes Kunstprojekt. Das Projekt wurde von The Art Council of England gefördert. Es wurde produziert von Film und Video Umbrella, London. Die CD-ROM und das Buch werden im Herbst 1997 von Ellipsis, London herausgegeben.
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Cyclops Boy - One-Eyed Detective in "Satellite Sky"Drehbuch, Design: Bar-min-ski & Webster Lewin; Art Director: Bar-min-ski; Technische Leitung: Peter Luttrell; Ton: Webster Lewin; SprecherInnen: David L. Crebs, Michael Caldwell, Peter Renaday, Roberta Wilson; Musik: Bar-min-ski & Webster Lewin; Produktionsleitung: Peter Marx; Produzent: Nancy Perlmanhttp://www.cyclopsboy.com
In "Satellite Sky" steht der bekannte einäugige Detektiv Cyclops Boy seinem bisher schwierigsten Fall gegenüber. In diesem interaktiven Abenteuer, gestaltet von den Multimediakünstlern Bar-Min-Ski und Webster Lewin, helfen die Spieler dem martinitrinkenden Helden, seinen steinigen Weg durch die Straßen eines Los Angeles der Drei-Groschen-Romane zu finden. Ein Surfer-Movie trifft auf eine mit schneidigen Erpressern, Go-Go-Tänzerinnen und Mördern gefüllte Welt des Film Noir. Das erste Kapitel der sieben Cyclops Boy - Episoden erschien im amerikanischen Cybercast im Herbst 1996. Die Serie, die von Evolutionary Publishing produziert wurde, war die einzig unabhängig produzierte Show im amerikanischen Cybercast-Netz. Das Ziel der Autoren, Lewin und Bar-Min-Ski, war es, eine Detektivgeschichte zu erschaffen, die fast ausschließlich charaktergesteuert war, deren Hauptinhalt es war, die Zeit mit Cyclops Boy zu verbringen, anstatt den Benutzer zur Aufklärung des Falles zu zwingen. Die eigenartige Welt von "Satellite Sky" erzeugt eine farbige, interaktive Erzählwelt, voll bizarrer Charaktere und einzigartiger Multimedia-Umgebungen. "Satellite Sky" kombiniert Animation und Kunst mit Audioströmen um eine völlig surreale Erfahrung zu schaffen. Das nächste Kapitel der Cyclops Boy - Abenteuer wird schon bald auf dem Internet verfügbar sein.
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Eine filmhistorische CD-ROM von Madeleine Dewald und Oliver Lammert
Die CD-ROM "Vom Hirschkäfer zum Hakenkreuz" bietet dem Betrachter die Möglichkeit, sich durch das Geflecht der Beziehungen zwischen den Kulturfilmern und der Avantgarde auf einem eigenen Weg zu bewegen und auf diese Weise Verbindungen selbst zu entdecken. Mehr als sechzig Minuten Filmmaterial aus Kultur- und Avantgardefilmen von 1918 bis 1953 können gesichtet werden, was den direkten Vergleich sowohl zwischen den einzelnen Filmemachern als auch im Schaffen der einzelnen Personen vor und während des Dritten Reiches ermöglicht. Mit der Institution der Ufa-Kulturfilmabteilung verknüpfen sich Namen wie George Grosz, John Heartfield, Vikking Eggeling, Hans Richter, Walter Ruttmann, Svend Noldan, Nicholas Kaufmann und Martin Rikli. Zum einen also die Avantgarde des Films und der Bildenden Kunst der 20er Jahre, zum anderen die Kulturfilmer, die den Nationalsozialisten im Dritten Reich Prototypen des Propagandafilms lieferten. Auch außerhalb der Ufa-Kulturfilmabteilung gab es zahlreiche Verbindungen zwischen der Avantgarde und den Kulturfilmern: Der "Kulturfilmvater" Hans Cürlis pflegte durch seine filmischen Künstlerportraits Kontakte zu Lovis Corinth, Max Liebermann, Käthe Kollwitz und George Grozs. Wilfried Basse assistiert Cürlis bei dem Film "Die Donau - vom Schwarzwald zum Mittelmeer". 1919 kommt Lotte Reiniger in Hans Cürlis" Institut für Kulturforschung und zeigt ihm ihre Scherenschnitte. Cürlis rät ihr, diese zu animieren - der erste Scherenschnittfilm entsteht unter seiner Obhut. Erwin Piscator setzt schon 1926 für seine Inszenierung "Sturmflut" den Film als Hintergrundprojektion ein. Die filmischen Bearbeitungen für spätere Inszenierungen liefern Curt Oertel, Walter Ruttmann und Svend Noldan, der noch aus Schultagen mit Piscator befreundet ist. John Heartfield und George Grosz, die bei der Ufa eine Trickfilmabteilung aufgebaut haben, verlassen aus Protest gegen die Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg die reaktionäre Ufa und schanzen die freie Stelle ihrem Freund Svend Noldan zu. Vikking Eggeling und Hans Richter kommen mit ihren ersten Filmideen in Noldans Trickfilmabteilung. Die zahlreichen Querverbindungen wundern nicht, zieht es doch nach dem Ersten Weltkrieg viele junge Künstler nach Berlin, der neuen Kunstmetropole Deutschlands. Viele nehmen sich mit Begeisterung des neuen Mediums Film an und hoffen damit, ihre künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten zu erweitern und einem großen Publikum zugänglich zu machen.
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Friederike AndersInstallation"Das Gedächtnis der Frau in Weiß"auch erreichbar auf dem Festival
eine interaktive Bild- und Text-Datenbank auf dem WWW, die in eine Installation eingefügt ist, bestehend aus einem Vorraum, in dem eine Video-Trailershow gezeigt wird, und einem davon getrennten Benutzerterminal. Es geht um eine Chimäre von wechselnder Identität, doch mit einigen gleichbleibenden Zügen: sie trägt immer Weiß; und sie ist fast immer ein Opfer. Da sie außerdem unter totalem Gedächtnisverlust leidet, geht es in diesem Abenteuer darum, ihre verlorene Identität aus den Spuren zusammenzusetzen, die sich sowohl in ihrem Hotelzimmer, als auch in der abgeschlossenen Datenbank befinden. Dabei entwirren sich die Spuren eines schrecklichen Verbrechens, dessen Zeugin sie gewesen sein muß. Aber die Teile des Puzzle lassen sich an verschiedenen Stellen einfügen, und um die Panik der unter Gedächtnisverlust leidenden Frau zu besiegen, ist es wichtig, ihren schizophrenen Schlußfolgerungen zu folgen. Erst dann werden nach und nach die verborgenen Zusammenhänge deutlich, die solch scheinbar unverknüpfte Ereignisse verbinden, wie zum Beispiel das Attentat auf Oskar Lafontaine, das Rätsel um den Tod von Uwe Barschel, der Mord an Kaiserin Sissi im gleichen Genfer Hotel, und das weitläufige Netz der unterirdischen Gänge, die vom Rostocker Stasi-Hotel Neptun bis zu den Fleisch- und Hormon-Fabriken eines ehemaligen Strauß-Freundes in Bayern reichen. Nur das verlorene Gedächtnis der Frau in Weiß ermöglicht einen Ausweg aus diesem paranoiden Labyrinth aus sorgsam recherchierten Fakten und schizophrenen Fiktionen. Das verlorene Gedächtnis auf dem WWW ist sowohl eine multiple-choice Umgebung im Stile eines Fotoromans, wie auch eine Datenbank mit Presseartikeln und Filmausschnitten über die Frau in Weiß und ihren Taten und Lebenserfahrungen im allgemeinen. Begleitend zur eingereichten Arbeit die Installation im nearbyDonQ 1958 geboren in Hamburg, 1979-80 Studium an der HfBK Hamburg, Malerei, 1980-81 San Francisco Art Institute, Video und Performance, 1983-88 Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin, seit 1985 Videocutterin, seit 1992 Künstlerische Mitarbeiterin am Medienzentrum der HdK Berlin, lebt in Berlin
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