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Vorträge zu den Bereichen Internet und CD-ROM Veranstaltungsort: Treffpunkt Rotebühlplatz Theo-Bäuerle-Saal, Rotebühlplatz 28 |
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Andrea Zapp
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Freitag, 10. Januar 19 Uhr
Andrea Zapp (Potsdam)Please click on the filmstrip!Zur "Demontage" eines klassischen Narrationsmodells auf CD-ROM
Interaktivität ist nach wie vor Zauberwort und Schlagwort zugleich, der Begriff ist damit jedoch noch längst nicht klassifiziert. Vielmehr läßt er sich gliedern in veschiedene Genres, bedingt durch die jeweilige Plattform und das sogenannte Interface. Die bisherige Wahrnehmung von Erzählstrukturen durch die Präsentation einer Geschichte erfordert durch die aktive Teilnahme des Zuschauers nun neue Modelle des Erlebens einer Geschichte. Bei hypermedialen Systemen wie der CD-ROM und ihrer in sich abgerundeten Navigationsstruktur erscheint das beliebte Label "interaktiv!" bisweilen eher etwas bemüht. Trotzdem haben sich auch hier Subkategorien der kreativen Einbindung des Zuschauers herausgebildet, die eine differenzierte Analyse verlangen. Dabei ist ein Vergleich mit traditionellen Erzählmustern wie dem Film durchaus erlaubt, denn nach wie vor bestimmen dramaturgische Faktoren wie Spannung, sinnstiftende Montage, Identifikation mit der Handlung und auch den Figuren den Erfolg des Werks. Der interaktive Zugriff wird dabei durch die Frage nach der individuellen Kreativität zu einem Gradmesser. In verschiedenen Beispielen sollen komplexe Formen, Metaphern und ästhetische Mittel diskutiert werden, um die Begriffe zuzuspitzen. Andrea Zapp lehrt an der Hochschule für Film und Fernsehen Babelsberg.
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Andrea Zapp
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Freitag, 10. Januar 21 Uhr
artintactvorgestellt von Annika BlunckCD-ROM Projekt des ZKM Karlsruhe "artintact" ist eine Kombination von CD-ROM und Buch. "artintact" dokumentiert interaktive Arbeiten auf CD-ROM-Format, begleitet von einem Katalog mit Essays zu den Werken und Texten, die sich mit interaktiver Kunst beschäftigen, mit Texten, die die tiefgreifenden Veränderungen von Kunst im Kontext der elektronischen Medien diskutieren. Annika Blunck ist Mitarbeiterin des Instituts für Bildmedien am Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe.
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Andrea Zapp
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Samstag, 11. Januar 17 Uhr
oVidMedienkunst onLine Datenbankvorgestellt von Marcel Schwierin (Berlin, Braunschweig)In Zusammenarbeit mit Werkleitz (Landesmedienzentrum Sachsen-Anhalt) und der Hochschule der Bildenden Künste Braunschweig hat Wand 5 e.V. oVid entwickelt, eine Internet-Datenbank für Experimentalfilm, Video- und Medienkunst. Funktion der Datenbank ist, die Recherche und Kommunikation in diesen Kunstbereichen zu fördern. Als "Nachschlagewerk" soll oVid Kuratoren, Wissenschaftler und Interessierte unterstützen, sich Übersicht über aktuelle und historische künstlerische Produktionen zu verschaffen. Nach einzelnen Produktionen bzw. Werken, Künstlern und Institutionen (Verleihe, Spielstätten, Archive, Kunst- und Medienhochschulen..) strukturiert, kann sich der Benützer von oVid umfassend informieren und teilweise über e-mail direkt Kontakt zu den Künstlern und Institutionen aufnehmen. Geplant ist ein bibliographischer Anhang zu den Kunstwerken und Künstlern sowie die Einspeisung von Film- und Videosequenzen. oVid kooperiert mit den wichtigsten Verleihfirmen im Bereich des Experimentalfilms wie New York Filmmakers Coop, Light Cone (Paris), London Filmmakers Coop, Canyon Film (San Francisco) und einer Vielzahl von Videodistributions- und -produktionsfirmen. Außerdem wird eine enge Zusammenarbeit mit anderen Filmfestivals und Hochschulen angestrebt. Der Koordinator von oVid Marcel Schwierin wird das Projekt via Datengroßprojektion präsentieren.
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Andrea Zapp
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Samstag, 11. Januar 19 Uhr
Verena Kuni (Frankfurt/M)Wie köstlich ist ein digitaler Kadaver?Das Netz und die neue alte Utopie von einer kollektiven Kunst
Das Netz ist nicht nur Ort, sondern auch Medium der Kunst. Als solches scheint es Interaktivität, Partizipation und Kooperation nicht nur zu fördern, sondern auch zu fordern. "Medialität" und Zusammenarbeit anstelle künstlerfürstlicher Autorschaft - ein Spannungsfeld in dem zu ihrer Zeit bereits die Surrealisten experimentierten. Nicht von ungefähr wirken viele der Netzprojekte, die "Kunst zum Mitmachen" anbieten, wie Wiederaufnahmen des surrealistischen "Cadavre Exquis". Häufig bleibt dabei das Netzpotential einer nonlinearen, rhizomatischen Produktion ungenutzt, werden lediglich Texte und/oder Bilder aneinandergereiht, und letztlich stellt sich angesichts des kollektiven Kreativitätsrausches einmal mehr die Frage, ob gerahmte bunte Bilder (Frames) immer schon Kunst sein müssen. Andererseits: Wieviel Kollektivität kann (Netz-) Kunst überhaupt vertragen? Immerhin bietet sich das Netz auch jenseits des digitalen Kadavers für künstlerische Kooperationen an. Wie schon in den Intermedia, finden wir auch im Bereich der "neuen Medien" neben dem Typus eines modernen Universalkünstlers und den multimedialen Arbeiten von einer Hand das künstlerische Kollektiv, die Gruppe, die aus verschiedenen Bereichen heraus zusammenarbeitet.
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Andrea Zapp
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Samstag, 11. Januar 21 Uhr
Margarete Jahrmann und Max Moswitzer (Wien)KONSUMSERVERKOLLABORATIONhttp://www.konsum.co.atDas Server Kollaborations- und Kommunikationsprojekt KONSUM basiert auf Maschinenkommunikation zwischen an mehreren Orten physisch präsenten KONSUM Servern und virtuellen KONSUM Servern auf Gastservern an unterschiedlichen geografischen Orten. Maschinenkommunikation ist konstante Aktivität auf KONSUM. Durch den automatisierten Austausch von Informationen über Serveraktivitäten zwischen an mehreren Orten physisch präsenten KONSUM Servern und virtuellen KONSUM Servern auf Gastservern an unterschiedlichen geografischen Orten. Maschinenkommunikation ist konstante Aktivität auf KONSUM. Durch den automatisierten Austausch von Informationen über Serveraktivitäten zwischen den einzelnen Servern werden Funktionsweisen und die Überwachungskapazität der Netzkommunikation im WWW visualisiert. Das Web dient als Fenster in die Netz- und Serverarchitektur.Speisung eines selbstgenerativen Wesens benutzt. Die Transformation von Netzprotokollen, Serveraktivitäten oder dem Puls der Übertragungsfrequenz in tatsächliche Netzkreaturen sind der Arbeitsinhalt auf KONSUM. Das Panoptikum des Netzes wird über das KONSUM Webfenster sichtbar. KONSUM macht Werkzeuge zur Protokoll-Visualisierung und Server-Transparenz über die Weboberfläche verfügbar. Jeder kann über KONSUM und seine Kollaborationssites selbst zum Supervisor des Systems werden. Kontrollkommandos aus der Unixwelt werden in WWW Oberflächen transferiert. Auf experimentellen Servern kann aus instrumenteller Medienpraxis heraus das Netz für den einzelnen manipulierbar gemacht werden. Die konkrete Umsetzung der Netzethik in technische Gegebenheiten ist Ideologiekritik zur elektronischen Kommunikations-Kultur. Usermythen werden zerstört. Jedem User seine eigene Domain, jedem User sein eigener Server! Die Server kommunizieren über existierende Systeme wie e-mail aber auch über eigens erstellte experimentelle Transferprotokolle. Das KONSUM Logo ist eine Abwandlung jenes der bankrotten sozialistischen österreichischen Supermärkte.
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