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13.01.09

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Der 22. Stuttgarter Filmwinter mit großer Werner – Nekes – Werkschau

Vom 22. bis zum 25. Januar 2009 findet der 22. Stuttgarter Filmwinter statt, veranstaltet von Wand 5. Ein Warm Up gibt es vom 15. bis zum 21. Januar. Der Filmwinter ist ein Wettbewerbsfestival mit mehr als 1500 Einreichungen pro Jahr in den Bereichen Kurz- und Experimentalfilm sowie Neue Medien, bestehend aus Installationen im Raum und On-/Offline-Arbeiten. Den Wettbewerb komplettiert ein umfangreiches Rahmenprogramm, dessen Höhepunkt dieses Jahr eine große Werner – Nekes – Werkschau sein wird. „FiWi für Kids“ bietet ein vielfältiges Kinderprogramm mit Filmen und Workshops und seit letztem Jahr ist auch die Veranstaltungsplattform „Media Space“ in den Filmwinter integriert. Das Festival findet im Filmhaus (Ex-KoKi), im Kunstbezirk und im Ex-Ikea, Kronenstraße 36, statt.


Warm up

Zum An- und Aufwärmen zeigt Wand 5 in der GEDOK-Galerie am 15. Januar in Wohnzimmeratmosphäre Filme aus dem Archiv. Vom 16. bis zum 26. Januar stellen Eva Paulitsch und Uta Weyrich in der Oberwelt unter dem Titel "Transmission #1" Videoinstallationen mit gesammelten Handyfilmen von Jugendlichen aus und spielen dabei mit der Grauzone zwischen Inszenierungen und realer Alltagswelt. Am 17. Januar werden für die Pumpbeats von Daniel Dihardja und Frank Arnold Luftpumpen zu Instrumenten umfunktioniert und erzeugen im Kunsttresor elektronische Musik. Am 20. und 21.Januar zeigt das Künstlerhaus das Videoprogramm „Three Black Minutes“, welches Selfmade-Fernsehshows, Musikclips und Montagen präsentiert.


Wettbewerb Film

Im Wettbewerb Film dominieren dieses Jahr satirische und provokante Blicke auf Phänomene unserer Zeit: „Love it like it is“ von Giulio Ricciarelli ist ein augenzwinkerndes Kammerspiel, das zwischen östlicher und westlicher Lebensweise changiert. „S“ von Yuri A, ist ein Angriff auf die Etikette, denn es geht ausführlich um Dinge, von denen man nicht spricht. „Sorry Curator“ von Annette Hollywood parodiert mit einem hochtrabenden Text ein Hip-Hopper-Duell. Der bereits mehrfach beim Filmwinter preisgekrönte Telemach Wiesinger zeigt sein in vielen Hafenorten spielendes Poem „Passage“, zu dem es auch vom 24. bis zum 31. Januar in der GEDOK-Galerie eine Ausstellung mit Fotos gibt, die während der Dreharbeiten entstanden. (Eröffnung 23.01., 18 Uhr).


Wettbewerb Neue Medien

Für die Jury des Wettbewerbs Neue Medien konnten Tina Tonagel (Köln), Marius Watz (New York, Oslo) und Georg Winter (Stuttgart, Budapest) gewonnen werden. Als Ko-Kuratoren unterstützen Olia Lialina und Dragan Espenschied dieses Jahr den Onlinebereich. Der Wettbewerb teilt sich auf in Installationen im Raum und in On-/Offline-Arbeiten. Bei den Installationen im Raum gibt es z.B. die Videoinstallation „die Welt“ von Katz&Fuchs, die versuchen, eine Zeitspanne visuell darzustellen: sie entziehen einem Stadtlandschaftspanorama die Zentralperspektive und stauchen, krümmen und dehnen es. In „Sechs Gefühle“ von Max Philipp Schmid werden einem Schauspieler aus dem Off Regieanweisungen gegeben, die ihn auffordern, bestimmte Gefühle durch mimische Aktionen darzustellen, was stark verlangsamt zu grotesker Überzeichnung ausartet. pe lang + zimoun präsentieren eine Klanginstallation als akustische Architektur mit organischer Haptik. Die On-/Offline-Arbeiten bieten u.a. das zensierte, chinesische Internet (www.chinachannel.hk), eine virtuelle Sammelstelle für Kindheitserinnerungen (www.becoming-german.de) und unter www.ubermorgen.com/EKMRZ_Trilogy/ kann man sich mit seinem eBay-Login ein einzigartiges Lied kreieren lassen.


Rahmenprogramm

Den Wettbewerb umrahmen mehrere Werkschauen und Themenprogramme: Der international agierende Filmemacher und Medienkünstler Werner Nekes hat seit 1965 etwa 100 Filme gedreht und zeigt vier Langfilme und eine Kurzfilmrolle. Der „Super 8 King“ John Porter hat nicht nur den ersten Super 8 Film gedreht, sondern noch etwa 300 weitere. Beim Filmwinter zeigt er zwei Kurzfilmprogramme und bietet einen Super 8 Workshop an. Die Juroren des Film-Wettbewerbs Thomas Draschan aus Österreich, Vivian Ostrovsky aus den USA und Milos Tomic aus Serbien zeigen auch ihre eigenen Arbeiten in insgesamt fünf Programmen. Außerdem gibt es unter dem Titel „Heute ist Morgen Gestern“ zwei Programme mit Zukunftsvisionen verschiedener Jahrzehnte und „Die Borschtsch-Rolle“ zeigt in dem Programm „Unfinished?“ russische Experimentalfilme, kuratiert von Alexei Dmitriev sowie „ Der Mann mit der Kamera“ von Dziga Vertov, der vom Haus des Dokumentarfilms präsentiert wird. Hinzu kommt BodyWork(Out), eine Sammlung von Musikvideoclips, in denen der Körper eine tragende Rolle spielt, weil er zugerichtet, getunt oder sexuell aufgeladen wird.


Media-Space

Für den Media-Space 09 wurde von Wand 5 erstmalig ein Wettbewerb für ein Realisationsteam ausgeschrieben. Ende Oktober 2008 startete dann eine online-Kuratorendiskussion unter http://blog.media-space.org. Teilnehmer sind die Künstler Burak Arikan (New York, Istanbul), Monika Jaeckel (Berlin), Chris Mennel (Stuttgart), Yuan Peng (Stuttgart) und Marius Watz (New York, Oslo) sowie die Kuratorin Monica Nunez (Belfast). Zusammen wählten sie acht künstlerische Arbeiten zu folgenden Fragestellungen aus: Die gegenwärtige Finanzkrise markiert einen Bruch, wenn nicht das Ende der aktuellen Form des Neoliberalismus. Welches sind die Auswirkungen? Können wir neue Ansätze finden, um über diese Prozesse nach zu denken und zu reflektieren? Wie reagieren Künstler auf diese selbst gemachte globale Krise?

Welche Strategien und künstlerische Praxen verwenden sie, um sich mit der Komplexität der Thematik auseinanderzusetzen? Wird es eventuell ein größeres Forum für nicht kommerzielle oder nicht ausschließlich kommerzielle Kunstformen geben? Am Freitag, 23. Januar um 14 Uhr diskutieren einige der ausgewählten Künstler und Kuratoren diese Fragen mit dem Publikum.


FiWi für Kids

Für Kinder gibt es vier Workshops, in denen Filme bemalt und bearbeitet werden, mit Papier mechanische Bilder hergestellt oder Lichteffekte und –objekte kreiert werden. Des Weiteren haben Kinder die Möglichkeit, im Programm Mo & Friese unterwegs lustige und experimentelle Kurzfilme zu sehen oder auch an einer Führung durch die Installations-Ausstellung teilzunehmen.


Musik

Die Yilmaz House Band, bestehend aus Michael Bauer, Florian Grass und Robert Kraiss, kündigt experimentellen Krach an. Der Performancekünstler Steffen Moddrow wühlt sich als One-Man-Big-Band durch Jazz- und Rock’n Roll-Reste der letzten 40 Jahre, M.o.m.i., ein Soloprojekt der Künstlerin Sabeth Anna Drumheller, verspricht Elektro-Pop mit Punk-Attitüde und The Ditcher, zu deutsch Der Bestatter, ist der richtige Mann für die Gruselstunde.


Credits

Der Stuttgarter Filmwinter wird ermöglicht und gefördert durch die Landeshauptstadt Stuttgart, das Staatsministerium Baden-Württemberg, die Filmförderung Baden-Württemberg, das MEDIA-Programm der Europäischen Kommission und die Landesmedienanstalt für Baden-Württemberg. Kooperationspartner sind die Stadtbücherei Stuttgart, das Haus des Dokumentarfilms, der Kunstbezirk und die Merz Akademie. Der Dank der Veranstalter gilt darüber hinaus RITTER SPORT, der Stuttgarter Straßenbahnen AG, den Werbegemeinschaften Württembergischer Weingenossenschaften eG, der Rich. Hengstenberg GmbH & Co.KG, der trickWILK GmbH, mevis.tv, Hotel Unger, der Artus Postproduktion GmbH, BIONADE, Hochland Kaffee, fritz-kola, Wulle Bier, der Ludwig Rilling GmbH & Co.KG, Schlesinger Int. und Ristorante Valle.

Weitere Infos: www.wand5.de, www.filmwinter.de
 
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