Filmwinter
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Kurzfilme 2
Internationaler Wettbewerb

Kurzfilme 2


Do, 22.01.               22:00 Uhr      Filmhaus, Saal 1
Fr, 23.01. (Wdh.)    12:00 Uhr      Filmhaus, Saal 2



Night Still
A 2007, 35 mm, Farbe, 09:00 Min.
Regie & Drehbuch: Elke Groen
Ton: Andreas Bertram

Eilige Wolkenschwärme ziehen über die Kuppen des Dachsteingebirges. Hinter den Fenstern einsamer Bergstationen blinken Lichter wie Morsezeichen. Gondeln zischen als fremde Flugobjekte vorüber. Ein Windrad dreht durch. Hie und da erscheinen Menschen, Phantomen gleich, im Schneeweiß. Der Mond steigt, glüht, stürzt, verschwindet und geht doch immer wieder auf.



New Education Series - Canaries In Colour
NZ 2007, Beta-SP, Farbe, 03:30 Min.  
Regie & Animation: Jill Kennedy  
Ton & Musik: John Payne
Produktion: New Zealand Film Commission, Wellington/Neuseeland

„New Educational Series - Canaries In Colour“ ist eine nostalgische Nachbildung aus gefundenem Anschauungsmaterial von AV-Lehrfilmen der 70er Jahre. Der Zuschauer wird auf eine psychedelische Reise durch die Waimoto-Höhlen in Neuseeland und wieder zurück entführt.



Radio Kebrle
CZ 2006, DV, Farbe, 16:00 Min.
Regie: Zdeněk Durdil
Drehbuch: Džian Baban, Zdeněk Durdil, Vojtech Mašek
Kamera: Braňo Pažitka
Produktion: Bionaut Films
Co-Produktion: FAMU Studios & Goethe-Institut, Prag  

Bevor er sein legendäres Monstrkabaret gründete, hielt sich der Varieté- und Unterhaltungskünstler Fred Brunold mit allen möglichen Jobs über Wasser, z.B. als Angestellter eines gewissen parasitären Radiosenders. Sein großer Erfahrungsschatz aus diesem Reporterjob wird in der aufschlussreichen Geschichte des kleinen Janik und dessen gefahrenvollen Ausflug zu seinem Großvater, Jaroslav Kebrle, illustriert.




Alone
E 2008, DV, S/W, 03:06 Min.
Regie/Drehbuch/Animation/Schnitt/Ton: Gerard Freixes Ribera
Musik: Gioachomo Rossini
Darsteller: Clayton Moore (Archive footage)

Die Charaktere der Helden in Mainstream-Produktionen zeichnen sich immer durch eine individualistische Attitüde aus – hier wird der Helden-Individualismus ins Extreme geführt.



Prototyp
F 2007, 35 mm, Farbe, 02:05 Min.
Regie/Drehbuch/Schnitt: Yves Ackermann
Kamera: Guillaume Brault
Ton & Musik: Benedikt Wolfgang Schiefer
Darsteller: Daniel Suter
Produktion: Le Fresnoy, Studio National Tourcoing/Frankreich

“Prototype” ist ein 2-minütiger Film über den Vorgang der Erschießung eines Mannes. Der Kugelhagel erschüttert seinen Körper, seine Hände verkrampfen sich, er rollt sich zur Seite, der Film ist zu Ende. Das Hauptaugenmerk wird allein auf die Tat, die Schießerei, den Tod reduziert. Ein klassisches Bild, das Assoziationen hervorruft. Die Durchführung der Tat erzeugt eine exemplarische Darstellung, einen Prototyp.



Outlaw
USA 2008, MiniDV, Farbe, 03:00 Min.
Regie/Schnitt/Musik: Ann Steuernagel  

“Outlaw” ist ein recycelter Cowboyfilm, der aus 16mm Found-Footage-Material hergestellt wurde. Durch einen radikalen Schnitt und Überlagerung akzentuiert er sowohl die ikonischen, wie auch die ekstatischen Merkmale des traditionellen Westernfilms.



Gravity
BE 2007, R: Nicolas Provost, DV, Farbe, 06:00 Min.  

Der Filmkuss ist eines der urtypischsten Bilder der Filmgeschichte. Meist ist er beruhigendes und manchmal kulminierendes Element in der Erzählstruktur der Geschichte. In Nicholas Provosts Film “Gravity” ist das allerdings anders: mehr als ein Dutzend Kuss-Szenen – hauptsächlich aus romantischen Filmen der 50er Jahre -  werden hier ineinander eingeblendet. Der zuckrige und dramatische Soundtrack der Liebesfilme erzeugt einen Kontrast zu den dekonstruierten Bildern.



The pain of being thirsty
USA 2007, R: David Yun, 06:22 Min.

Der Film stellt Found-Footage-Material von japanischen Internierungslagern in Arizona und einen gefundenen Brief eines muslimischen Gefangenen nebeneinander, dem - angeklagt wegen Betreibens einer Website der Al-Kaida - eine Auslieferung nach Guantanamo bevorsteht. Indem beides zusammengeführt wird, verfolgt der Film eine Verbindung zwischen der Wahrnehmung japanischstämmiger Amerikaner während des zweiten Weltkriegs und der Art, wie Muslime in den USA und im Ausland nach dem 11. September behandelt werden, und wirft gleichzeitig die übergeordnete Frage nach der Zerbrechlichkeit unserer eigenen Freiheit auf.



Planet A
F 2008, HD, Farbe, 07:40 Min.
Regie/Drehbuch/Schnitt: Momoko Seto
Kamera: Momoko Seto, Jean René Lorand,
Animation: Brice Bignami, Mihai Grecu
Ton: Ronan Gicquel
Musik: Yann Leguay
Produktion: Le Fresnoy, Studio National Tourcoing/Frankreich

Die Welt ist zu einem riesigen ausgetrockneten Planeten geworden, auf dem der Anbau von Baumwolle und dessen radikale Ausbeutung zu wirtschaftlichen Zwecken den Hauptgrund für Wüstenbildung ausmacht. Eine Salzwüste erstreckt sich über riesige Weiten von vertrocknetem Land mit seltsamen Salzbäumen. Dieses Phänomen spiegelt eine noch größere Umweltkatastrophe wieder: die Austrocknung des Aralsees. Und verantwortlich dafür ist immer der Mensch...



The Atomium Age
GB 2007, Super 8, Farbe, 02:25 Min.   
Regie/Kamera/Animation/Schnitt/Musik: Ian Helliwell

Ein Split-Screen-Film, der am Brüsseler Atomium gedreht wurde, dem bedeutendsten Exponat der Weltausstellung von 1958. Die bemerkenswerte Struktur des 102-Meter-hohen Bauwerks stellt ein Eisenkristall in 165-Billionen-facher Vergrößerung dar, und wird in all seiner silbernen, sphärischen Schönheit, in dieser spontanen Super-8-Kameraarbeit porträtiert.



Scope
D 2008, DV, Farbe & S/W, 04:57  Min.
Regie/Schnitt/Ton: Volker Schreiner   

Zentrales Motiv ist der Lautsprecher - an Masten, in der Bahnhofshalle, auf Dächern, in Autoradios, Wohnzimmerradios, in Kopfhörern und Telefonhörern oder in Funkgeräten. Zuhörer sind nur im Anschnitt oder in Unschärfe zu erkennen. Tonmontagen und Sounds dringen aus den Lautsprechern, undeutliche Teile von Kommunikation, verzerrte Musiken und Ansagen, Sendersuche, Rauschen.



Palmu
Palm tree

FIN 2008, 16 mm, Farbe, 09:56 Min.
Regie & Drehbuch: Elina Talvensaari
Kamera: Joonas Pulkkanen
Schnitt: Markus Leppälä
Ton: Pinja Kuusela
Produktion: University of Art and Design Helsinki School of Motion Picture, Television and Production Design Hämeetie/Helsinki

Gibt es einen Ort, an dem alles besser ist?



Vertigo Rush
A 2007, 35 mm, Farbe, 19:00 Min.
Regie/Drehbuch: Johann Lurf
Programmierung: Johann Horvat, Marko Vuco

Im Zusammenspiel von Natur und (optischer) Maschine wird Verborgenes sichtbar. „Vertigo Rush“ lässt an die kühnen Wahrnehmungsexperimente des New American Cinema der 1960er Jahre denken. Im zweiten Teil des Films verengt sich der Bildraum zum nächtlichen Schock-Korridor und mündet in die reine Raserei der perspektivischen Verzerrung, in den kontrollierten Rausch der Geschwindigkeit: die serene velocity des entfesselten Maschinenblicks.




 
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