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Utopien, Träume und Visionen: Heute ist Morgen Gestern

Utopien, Träume und Visionen:
Heute ist Morgen Gestern



Programm 1:        Fr, 23.01.    18:00 Uhr    Filmhaus, Saal 1
    

Programm 2:        Sa, 24.01.    18:00 Uhr    Filmhaus, Saal 1      



„Was wird morgen sein?“ - Diese Frage dürfte eine der ersten sein, die sich schon die Menschen in grauer Vorzeit gestellt haben. Anfangs war sie vermutlich eher praktischer denn philosophischer Natur, schon weil „Was kommt morgen in meinen Bauch?“ kurzfristig gesehen interessanter war als der Gedanke, wie wohl spätere Generationen leben würden. Und wie und womit die dann wiederum ihre Bäuche füllen würden.

Doch schon in der Antike gab es Menschen mit der Muße, sich abstrakt mit dem Thema der Zukunft zu befassen. Aristoteles zum Beispiel kam zu folgendem Ergebnis: „Ich habe überhaupt keine Hoffnung mehr in die Zukunft unseres Landes, wenn einmal unsere Jugend die Männer von morgen stellt. Unsere Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen.“

Die Überlegung, wie die Zukunft wohl aussehen mag, hat nicht nur Urmenschen und Philosophen beschäftigt, sondern schon seit den Anfängen der bewegten Bilder auch Filmemacher. Da der einzige Ansatz, den wir Menschen zur Einschätzung der Zukunft haben, aber die Gegenwart und die Vergangenheit sind, gewinnt der Betrachter solcher Zukunftsvisionen der letzten hundert Jahre oft eher einen Einblick in die Zeit und Wirklichkeit des Filmschaffenden, als in dessen Zukunft. Schließlich sitzt der Betrachter ja im komfortablen Sitz der Zukunft, so dass er nicht raten muss, wie denn nun das fantastische Jahr 2000 aussehen wird.

Während aber auch die Gegenwart in vielen Belangen nicht so spektakulär sein mag, wie viele es sich im letzten Jahrhundert vorgestellt haben, und wir immer noch vergeblich auf fliegende Autos, Städte im Weltraum, Haushaltsroboter und ein begehbares Mittelmeer warten müssen, können wir uns all die Wunderdinge doch wenigstens anschauen – wenn auch nur in den Fantasien der Filmemacher des 20. Jahrhunderts...

Es ist ja auch nicht alles schlecht. Was zum Beispiel die fliegenden Autos angeht, so gibt es, Dr. Moller sei Dank, noch Hoffnung. Und egal was die Zukunft uns sonst noch bringen mag - Hemingway hatte sicherlich recht, als er sagte: „Das Merkwürdigste an der Zukunft ist wohl die Vorstellung, dass man unsere Zeit später die gute alte Zeit nennen wird.“


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Programm 1

Fr, 23.01.     18:00 Uhr     Filmhaus, Saal 1



Willi‘s Zukunftstraum
Willi's Futuristic Dream

D 1926, R: Paul N. Peroff, Animationsfilm, 03:44 Min., deutsch

In diesem Zeichentrickfilm träumt der kleine Willi von der Welt in tausend Jahren. Dabei visualisiert er viele schöne Neuerungen – bis er feststellt, dass auch in der Zukunft einiges beim Alten bleiben wird.


 
Leave it to Roll-Oh
USA 1940, R: unbekannt, Kurzspielfilm, 08:00 Min., englisch

Dieser Film wurde von Chevrolet gesponsert, um die technischen Möglichkeiten von Relais in Autos darzustellen. „Roll-Oh“ ist ein Haushaltsroboter, der viele Hausarbeiten übernimmt, während die Besitzerin in einem Magazin blättert. Ein lustiger Blick in die Zukunft.



Out of this World
USA 1964, R: unbekannt, Inszenierter Dokumentarfilm, 13:16 Min., englisch

Der Film beginnt auf der Weltausstellung 1964 in New York. Er führt uns u. a. in die Küche der Zukunft. Eine ekstatische Hausfrau schwebt durch diese und verwandelt sich dabei in Repräsentantinnen verschiedener Kulturen. 



Keine Experimente
No Experiments

D 1957, R: unbekannt, Animationsfilm, 03:00 Min., deutsch

„ ‘s steht alles, alles auf dem Spiele – d‘rum sorgt, dass es beim Alten bleibt!“ Wahlwerbespot der CDU für die Bundestagswahl 1957.



Christmas 2025
USA 1977, R: John Meredyth Lucas, Kurzspielfilm, 22:00 Min., englisch

Dieser Film lief im Rahmen des amerikanischen Bibel-Fernsehens. Eine Art „Jesus“ namens George will einer atheistischen Gesellschaft Spontaneität und Liebe zurückgeben. Der Ausspruch „Frohe Weihnacht“ ist verboten und am Ende wird George zum Märtyrer.



Volkszählung 1983
Population Census 1983

D 1983, R: unbekannt, Experimentalfilm, 02:28 Min., deutsch

Anlässlich der Volkszählung von 1983 nimmt der Film – in künstlerischer Annäherung – Methoden der Personendatenerfassung ins Visier, die aktuelle Techniken der Rasterfahndung vorwegzunehmen scheinen.



Futuro – Tulevaisuuden Olotila
Futuro – A New Stance for Tomorrow

FIN 1998, R: Mika Taanila, Dokumentarfilm, 29:00 Min., finnische OmeU

Der Film handelt von den Ideen und Visionen der späten 60er-Jahre. Damals sahen Architekten und Designer in dem Material Plastik die Lösung für die meisten unserer Probleme.



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Programm 2

Sa, 24.01.     18:00 Uhr     Filmhaus, Saal 1



Le Voyage dans la lune
A Trip to the Moon

F 1902, R: Georges Méliès, Kurzspielfilm, 14:00 Min., ohne Dialog

Der vermutlich erste Sci-Fi-Film. Für die Geschichte über eine Reise zum Mond wurden sowohl Spielszenen als auch Modelle benutzt. Die Rakete der Astronauten stürzt im „Auge“ des Mondgesichts ab. Die Astronauten fliehen vom Mond und vor seinen Bewohnern.



Ein Meer versinkt
A sea sinks

D 1936, R: Anton Kutter, Kurzspielfilm, 25:00 Min., deutsch

Auf einer internationalen Konferenz besprechen Anrainer des Mittelmeers, Vertreter Großbritanniens, Wissenschaftler und Ingenieure den Plan, einen gigantischen Staudamm bei der Straße von Gibraltar zu errichten und das Mittelmeer um 200 Meter zu senken. Dabei werden Argumente für und gegen diesen seinerzeit wirklich recht populären Plan aufgeführt. Mit für die damalige Zeit beeindruckenden Special Effects wird dem Zuschauer sowohl der Staudamm selbst als auch seine möglichen Auswirkungen vor Augen geführt.




Design for Dreaming
USA 1956, R: William „One Shot“ Beaudine, Tanzfilm, 09:16 Min., englisch

Ein Film, den General Motors auf der jährlichen Reiseausstellung „Motorama“ präsentierte. Eine entrückt-tanzende Frau stellt Autos von 1956, die Küche von morgen und Fahrzeuge der Zukunft vor.




The Expanding Airport
USA 1958, R: Ray Eames & Charles Eames, Animationsfilm, 09:25 Min., englisch

Dieser Klassiker des Eames-Paares beschäftigt sich mit revolutionären Konzepten für den Flughafen der Zukunft. Vorgestellt wird der Dulles Airport von Eero Saarinen mit mobilen Terminals und Lounges.




Year 1999 AD
USA 1967, R: Lee Madden, Kurzspielfilm, 20:00 Min., englisch

Ford-Philco produzierte diesen Film, um das 75-jährige Bestehen des Unternehmens zu feiern. Ein Schwerpunkt ist die zentrale Rolle, die der Heimcomputer im Jahr 1999 spielen wird. Viele andere Neuerungen werden vorgestellt und fast alles ist anders und neu – bis auf die Rolle der Hausfrau.



Werbespot der Grünen zur Bundestagswahl 1980
Ad by the Green Party for the Federal Election 1980

D 1980, R: unbekannt, Inszenierter Dokumentarfilm, 03:00 Min., deutsch

„Opa, warum sind die Fische tot?“ Wahlwerbespot der Grünen für die
Bundestagswahl 1980.



Interview with Dr Moller
USA, R: unbekannt, Dokumentarfilm, 02:30 Min., englisch

Erstaunliche Einblicke in die Zukunft der Individual-Luftfahrt.





 
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