Filmwinter
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Borschtsch – Rolle

Borschtsch-Rolle



Fr, 23.01.     18:00 Uhr     Filmhaus, Saal 2

Unfinished?

Präsentiert von Alexei Dmitriev

Sie haben es wahrscheinlich nicht gewusst, aber es gibt tatsächlich Experimentalfilme in Russland. Ja, das gibt es. Die meisten werden allerdings nirgends gezeigt, oder sind es nicht wert, gezeigt zu werden.
Erst in den letzten 20 Jahren wurden in Russland Experimentalfilme gemacht, und viel ist dabei nicht entstanden: etwa zehn talentierte Regisseure und zahlreiche uninteressante Filme. Warum? Vielleicht weil es hier nur wenig Festivals gibt, weil der Kunstbewegung im Ausland zu wenig Beachtung geschenkt wird, oder weil es kaum entsprechende Institutionen gibt, um in diesem Bereich zu studieren. Dieses kleine Programm zeigt fast alle der (zumindest meiner Meinung nach) besten russischen Experimentalfilme: verschiedene Regisseure, Techniken, Sujets und Genres. Keine Epigonen oder Freaks.
Ich hoffe dieses Programm bleibt unvollendet. Ich hoffe es gibt eines Tages mehr Filme. Ich hoffe.



Woodcutter
Russland 1985, R: Yevgeni Yufit, 16 mm, S/W, 06:00 Min. 

Nestlings of Sea
Russland 1996, R: Boris Kazakov, 35 mm, S/W, 06:00 Min. 

New York Underground
Russland 1999, R: Masha Godovannaya, MiniDV, S/W, 07:00 Min. 

Salieri
Russland 2002, R: Platon Infante-Arana, 35 mm, S/W, 14:00 Min. 

Between Words
Russland 2003, R: Kirill Shuvalov, MiniDV, Farbe, 03:00 Min. 

Night People
Russland 2005, R: Igor Ganzin, MiniDV, Farbe, 10:00 Min. 

Dubus
Russland 2005, R: AV, MiniDV, S/W, 04:00 Min. 

METR:00
Russland 2006, R: Dmitriy Lavrinenko, MiniDV, Farbe, 10:00 Min. 

Along With The Phoenix
Russland 2008, R: Masha Godovannaya, 16 mm, Farbe, Stummfilm, 10:00 Min.

 

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Sa, 24.01.     16:00 Uhr     Filmhaus, Saal 1


Das HAUS DES DOKUMENTARFILMS präsentiert

Der Mann mit der Kamera
Russland 1929, R: Dziga Vertov, 80:00 Min.

Einführung: Dr. Kay Hoffmann

Der Avantgarde-Klassiker „Der Mann mit der Kamera“ beeindruckt bis heute durch seine optische Opulenz und seinen ästhetischen Einfallsreichtum. Zum einen zeigt er das Leben in einer sowjetischen Großstadt, montiert aus in Moskau, Kiew und Odessa aufgenommenem Material. Vertovs Ziel war es, das „Leben zu zeigen, wie es ist“. Zum anderen ist es aber ein selbstreflexiver Film über das Filmemachen. Mit allerlei Tricks und Mehrfachbelichtungen bringt sich der Kameramann immer wieder selbst ins Bild. Der Film ist so auch ein Dokument über das Filmemachen der 20er Jahre. Er zeigt, mit welch waghalsigen Positionen der Operateur eine Verfolgungsfahrt im Auto aufnimmt oder er balanciert in atemberaubender Höhe, um das perfekte Bild zu bekommen. Und es wird deutlich, mit welch klobigen Kameras damals gedreht wurde. Umso erstaunlicher sind der ästhetische Sog und die Rasanz, die diesen Film so berühmt gemacht haben.

 

 

 




 
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