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Werkschau Werner Nekes

Filmemacher im Portrait


Werkschau Werner Nekes

Werkschau von und mit Werner Nekes



Uliisses                                 Do, 22.01.     22:00 Uhr    Filmhaus, Saal 2
Ach wie gut... //  
Was geschah wirklich...         Fr, 23.01.     22:00 Uhr    Filmhaus, Saal 2
Der Tag des Malers                Sa, 24.01.    14:00 Uhr    Filmhaus, Saal 2
Johnny Flash                         Sa, 24.01.    20:00 Uhr    Filmhaus, Saal 2
Experimentelle Kurzfilme      So, 25.01.    16:00 Uhr    Filmhaus, Saal 2



Der Filmemacher und Medienkünstler Werner Nekes wurde 1944 in Erfurt geboren und ist in Oberhausen und Mühlheim an der Ruhr aufgewachsen. Seit dem Jahr 1965 hat er ungefähr 100 Filme gedreht und lehrt als Professor für Film und Medienkunst in Hamburg, Wuppertal, Bochum, Offenbach und Köln. 1980 drehte er mit „Uliisses“ seinen ersten Langfilm.
Mit seinen experimentellen und dokumentarischen Filmen ist er bei zahlreichen internationalen Ausstellungen und Retrospektiven vertreten.
Seine Filme „put-putt“, „jüm-jüm“, „Abbandono“, „Hynningen“, „Geflecht“, „T-WO-MEN“, „Beuys“, „Uliisses“, „Johnny Flash“ und „Was geschah wirklich zwischen den Bildern“ erhielten zahlreiche Preise.
Darüber hinaus hat er innerhalb der vergangenen 27 Jahre eine der wichtigsten Privatsammlungen zur Vor- und Frühgeschichte der audiovisuellen Medien und der Medienkunst aus den letzten fünf Jahrhunderten zusammengestellt, strukturiert nach den Darstellungsprinzipien von Raum und Zeit.
 

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Do, 22.01.        22:00 Uhr        Filmhaus, Saal 2

Uliisses
D 1980/82, R: Werner Nekes, 35 mm, Farbe, 94:00 Min.

Englisch/Deutscher Dialog frei nach "Ulysses" von James Joyce, "Die Odyssee" von Homer, "The Warp" von Neil Oram.

Team: Bernd Upnmoor, Birger Bustorff, Dore 0., Herbert Jeschke, Volker Bertzky, Gisela Schanzenbach, Astrid Nicklaus, Werner Nekes.
Ton: Anthony Moore, Helge Schneider und Musiker des Science Fiction Theatre of Liverpool.
Mit: VA Wölfl, Tabea Bloomenschein, Russel Denton, Shehzad Abbas, Sarah Antill, Jim Broadbent, Birger Bustorff, Ken Campbell, Joolia Cappleman, Lee Cornes. Jacqueline da Costa, Lewis Cowen, Suzan Crowley, Neil Cunningham, Mitch Davies, Henry Davis, Bob Flag, Wanda Goodenufski, Kef, Adad, Hannah. Annie Hulley, Richard Howard, Terry Johnson, John Joyce, Richard Kilgour, Wolfgang Liesen, Maria Moustaka, Jonathan, Rona, Werner Nekes, Dore 0., Neil Oram, Bunny Reed, Carolin, Günter Romeik, Anabel Temple, Ariane, Nicola Traub, Bernd Upnmoor, Robert Walker, Simon Watkins, Txi Whizz.
Der Film ist eine homerische Reise durch die Geschichte des Kinos. Sein Thema ist der mythologische Odysseus von Homer, der Ulysses von James Joyce und die synthetische Figur Telemach/Phil von Neil Oram. Werner Nekes fasst diese drei Figuren zusammen und zeigt ihre Geschichte analog zur Geschichte der "Lichteratur", des Schreibens mit Licht = Film. Doch sein Hauptthema ist die visuelle Sprache selbst. Odysseus/Bloom verwandelt sich in Uli, den Fotografen, Penelope/Molly ist sein Modell, Telemach/Stephan wird Phil, der seine "Telemachia" beginnt. Die Verknüpfung ihrer drei Lebensläufe geschieht an einem Tag im September 1980 im Ruhrgebiet, vor den Wahlen in der Bundesrepublik.


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Fr, 23.01.        22:00 Uhr        Filmhaus, Saal 2

Ach wie gut - dass niemand weiß:
Zur Filmsprache von Werner Nekes

Oh, I am glad that nobody knew:
the film language of Werner Nekes

D 2009, Super 8/ 16 mm/ Mini-DV, 25:00 Min.
 
Regie: Noemi Schneider & Daniel Vogelmann
Kamera: Christian Stangassinger
Schnitt: Daniel Vogelmann
Ton: Lukas Becker
Sound Design / Mischung: David Wasielewski
Musik: Antony Moore und David Wasielewski
Darsteller: Werner Nekes
Produktion: Hochschule für Fernsehen und Film München
 
Der Film begleitet Werner Nekes ein Stück des Weges auf seiner Reise durch die unerschöpflichen Welten der Filmsprache.
(Welturaufführung: 23.01.2009 auf dem Stuttgarter Filmwinter)



Was geschah wirklich zwischen den Bildern?
What did really happen between the images?

D 1985, 35 mm, Farbe, 80:00 Min.
Regie & Buch Werner Nekes
Kamera: Bernd Upnmoor, Christoph Schlingensief, Serge Roman
Schnitt: Astrid Nikolaus
Ton: Andreas Wölki, Wolfgang Wirtz
Musik: Anthony Moore
Ausstattung: Dore 0.
Animation: Helmut Herbst
Der Film von Werner Nekes ist eine ebenso faszinierende wie informative Entdeckungsreise in das Zauberreich der bewegten Bilder in der vor-filmischen Zeit. Indem er zeigt, wie einfallsreich schon damals „mit dem Licht geschrieben“ wurde und wie die Möglichkeiten der  Filmsprache in ihrer Vielfalt vorweggenommen wurden, öffnet er die Augen für den Bildzauber von heute.


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Sa, 24.01.        14:00 Uhr        Filmhaus, Saal 2

Der Tag des Malers
The painters’ day

D 1997, 35 mm, Farbe, 84:00 Min.

Regie, Buch, Kamera, Schnitt & Produktion: Werner Nekes
Musik: Anthony Moore
Digitale Bildbearbeitung: Rajele Jain
Darstellerinnen: Kirsten Dressler, Heide Jansen, Maria Masciulli, Judith Verberne

Der Blick des Malers auf das weibliche Modell oder wie sich Voyeurismus in Kultur verwandelt. Ein erotischer Abenteuerfilm, dessen Thema der Zuschauer selbst ist. „Der Tag des Malers“ zeigt, was "La Belle Noiseuse" nicht zeigen mag: das unbekannte Meisterwerk. Ein Gang durch die Bildwelten des Malers, der den Blick auf das unverhüllte weibliche Modell richtet.


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Sa, 24.01.        20:00 Uhr        Filmhaus, Saal 2

Johnny Flash
D 1987, 35 mm & 16 mm, Farbe, 80:00 Min.

Regie: Werner Nekes
Team: Peter Ritz, Bernd Upnmoor, Serge Roman, Dore 0., Astrid Nicklaus, Sergej Gleitmann,Christoph Schlingensief
Ton: Andreas Wölki, Wolfgang Wirtz
Musik: Helge Schneider
Darsteller: Helge Schneider, Andreas Kunze, Heike Melba-Fendel, Marianne Traub

Johnny Flash ist die phantastische Geschichte von Jürgen Potzkothen und seinem wunderbaren Aufstieg zum bewunderten Schlagerstar. Doch hören wir, was Mutter Potzkothen dazu sagt: „Merk'n Se sich jetzt ma genau den Namen JOHNNY FLASH. Johnny Flash is nämlich in Wirklichkeit Jürgen Potzkothen, ham Se dat jetzt? Wir Potzkothens sind ne alte Elektrikerfamilie, aber Jürgen, also Johnny is jetzt auf de Erfolgsleiter gestiegen. Der wollte kein Elektriker mehr sein un Bäcker auch nich un da is er eben berühmt geworden, also da is er eben noch bei, am erfolgreich werden. Wie dat alles kam, ja dat müssn Se sich ma ansehn, da werd'n Se janz schön staunen. Da sehn Se auch wat der Herr Toi vonne Künstleragentur Toi, Toi und Toi so alles tut. Un vor allen Dingens, wie sich die Schickse von Musik-SAT an meinen Jürgen ranpoussiert, un wie wir dat dann doch noch vonne Trabrennbahn in Gelsenkirchen inne Schlagerparade geschafft habn. Un wie dat alles so war, also dat is ja schon ne komische Geschichte, dat.“ Man reibt sich die Augen, wenn man liest, dass ausgerechnet unser unermüdlicher Avantgardefilmer, Werner Nekes, für die Regie dieser Saukomik verantwortlich zeichnet.


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So, 25.01.        16:00 Uhr        Filmhaus, Saal 2

Experimentelle Kurzfilme


vis–à-vis
D 1968, R: Werner Nekes, 16 mm, schwarz-weiß, 14:00 Min., Stummfilm
Eine fixierte Kameraeinstellung auf sechs Personen, die bewegungslos in die Kamera schauen. Mit der Zeit können winzige minimale Bewegungen der Personen unterschieden werden.



jüm-jüm
D 1967, R: Werner Nekes & Dore O., 16 mm, Farbe, 10:00 Min.

Ein Mädchen schaukelt vor einem gemalten Bild. Die Vier-Bild-Montage und oben-unten-Vertauschung lässt den Zuschauer den Bewegungsprozess als künstliches, filmisches, sowohl synchrones als auch asynchrones Erlebnis begreifen.



gurtrug Nr. 1
D 1967, R: Werner Nekes, 16 mm, Farbe, 12:00 Min.

26 Personen und zwei Pferde bewegen sich auf der Grasfläche = Leinwandfläche und drücken dabei sich selbst aus. Wiederholt wird dieses Bild durch eine scheinbare Störung unterbrochen, die der Betrachter zu gerne enträtseln möchte.



hynningen
D 1973, 16 mm, Farbe, 21:00 Min.

Regie: Werner Nekes,
Ton: Anthony Moore
Darsteller: Ludi Armbruster, Nikolaus Hof, Rosmarie Liesen, Peter Könitz, Reinhild Lüders, Wolfgang Liesen, Geeske Hof-Helmers, Werner Nekes, Dore 0., Christian d'Orville, Ursula Winzentsen, Franz Winzentsen, Bernd Hof, Klaus Wyborny

Die Folge "hynningen" ist der fünfte Teil der Filmanthologie „Diwan“ und wurde 1975 mit dem Bundesfilmpreis in Silber ausgezeichnet.
„Diwan“ besteht aus fünf eigenständigen Filmen über Landschaft, einsame Häuser und ihre Bewohner. Der Titel spielt auf die Gedichtsammlung des persischen Lyrikers Hafis wie auch auf Goethes „Westöstlichen Diwan“ an.



Geflecht
Mesh

D 1976, 16 mm, Farbe, 16:00 Min.

Regie: Werner Nekes
Ton: Anthony Moore.

Das hohe Bild-Niveau der Malerei wird durch diesen Film nicht allein eingeholt, das "Geflecht" läuft in "lebendigen Bildern" dem Pointilismus mit 24 Gemälden pro Sekunde davon.



Makimono
D 1974, 16 mm, Farbe, 38:00 Min.

Regie: Werner Nekes
Ton: Anthony Moore;
Darsteller: Christoph Heller, Ingrid Kamowski, Rona Nekes, Dore 0.

Makimono ist das asiatische Rollenbild, das eine Landschaft zeigt. Gegenstand des Films ist die Filmsprache selbst, ihre Veränderbarkeit mit ihrem Einfluss auf das Denken und Sehen des Zuschauers. Im allmählichen Fortschreiten des Films wird der Zuschauer behutsam dazu aufgefordert, die Entwicklung des Films in seinen Ausdrucksmöglichkeiten zu reflektieren.


 
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