Filmwinter
  • Deutsch
  • English
Werkschau John Porter
Filmemacher im Portrait


Werkschau John Porter

Werkschau von und mit John Porter



Programm 1
        Fr, 23.01.    20:00 Uhr    Filmhaus, Saal 2
Programm 2        Sa, 24.01.    22:00 Uhr    Filmhaus, Saal 2
Workshop           Sa, 24.01.    16:00 Uhr    Gäste-BETT, Filmhaus

 

John „Super 8“ Porter wurde 1948 in Toronto, Kanada, geboren. Seinen ersten Super-8-Film drehte er 1968. In den vergangenen 40 Jahren hat Porter mehr als 300 Kurzfilme gedreht – die meisten davon auf Super-8 – und seine Werke weltweit in über 80 Einzelpräsentationen vorgestellt, was ihm den Namen „König des Super-8-Films“ eingebracht hat.

Er studierte von 1969-1974 Fotografie und 16 mm-Filmproduktion an der Ryerson Universität und hat danach zahlreiche Super-8-Workshops wie auch Vorträge vor Filmstudenten an Universitäten gehalten.
Seine Filme sind dynamisch, geistreich, spielerisch und unterhalten ein Publikum aus allen Altersklassen. Er produziert eine fortgesetzte Serie an stummen Filmperformances bei denen  er den Super-8-Projektor vor dem Publikum in der Hand hält. Dabei lässt er, den Kamerabildern des Films folgend,  die Aufnahmen über die Wände und Decken laufen.

Porter beginnt seine Vorstellungen der „Condensed Rituals“-Reihe meist mit dem Film „Landscape“ aus dem Jahr 1977. Ein sehr friedlicher Nachmittag entwickelt sich hier zu einem sehr wilden, indem Porter durch Benutzung des Zeitraffers eine Aufnahme, die in einer einzigen Einstellung ihn selbst und seine Mutter beim Malen einer Landschaft zeigt, mit einer Sensibilität voller Witz belegt. Ein Teil des Programms widmet sich den aktuelleren „Drive-In Movies“, die mit ihren Aufnahmen von Paraden und Rummelplätzen eine Satire der amerikanischen Kultur erzeugen. Jeder Film der „Condensed Rituals“-Reihe ist auf seine Weise humorvoll und satirisch, da die fixierte Kamera als Porters zentrales Stilmittel dient.

Seine zweite Reihe „Camera Dances“ geht auf Arbeiten ein, die aus choreografierten Kamerabewegungen Tänze auf einer Leinwand erschaffen. Porter – früher selbst als Tänzer aktiv – tanzt in „Angel Baby“ vor der Kamera und erzeugt dabei die Illusion, er würde fliegen. Alle Filme Porters rufen eine emotionale Reaktion hervor, die am stärksten in „Cinefuge“ und „Down On Me“ zum Tragen kommt, die Filme gehören ebenfalls zur „Camera Dances“-Reihe. Beide sind wahrhaft schwindelerregende Angelegenheiten – ein Eindruck, der umso bemerkenswerter ist, wenn man bedenkt, dass alles im Super-8-Format gedreht wurde.


---------------------------------------------------------------------------------------------------------


Programm 1

Fr, 23.01.        20:00 Uhr        Filmhaus, Saal 2


Landscape
Kanada 1977, R: John Porter, 1:00 Min., Stummfilm

John und seine Mutter auf dem Land im Sommer, malend. Seine Mutter malt bis heute, im Alter von 90. Als John und seine Geschwister Kinder waren, nahm sie sie oft zum Malen mit aufs Land. Dies war eine seltene Wiederaufnahme der Malausflüge seit Johns Teenagerjahren, die 20 Jahre zurück lagen.
 


Mother and Child

Kanada 1977, R: John Porter, 2:00 Min., Stummfilm

In einer kurzen Zeitspanne sieht man die starke Bindung zwischen Mutter und Kind.



Santa Claus Parade
Kanada 1977, R: John Porter, 5:00 Min., Stummfilm

Die jährliche große Weihnachtsparade in Toronto, vom Ende der großen und breiten University Avenue aus gesehen. Gefilmt wurde acht Stunden lang mit vier Bildern pro Sekunde.



Exams
Kanada 1977, R: John Porter, 3:00 Min., Stummfilm

Eine wunderschöne Zeitraffer-Aufnahme von hunderten von Tischen, die von den Studenten innerhalb einer kurzen Zeitspanne belegt werden.



City Hall Fire
Kanada 2005, R: John Porter, 4:00 Min., Stummfilm

Eine pyrotechnische Performance der „Groupe F“ aus Frankreich rund ums moderne Rathaus von Toronto, zum ersten städtischen Winter City Festival.



Amusement Park
Kanada 1979 R: John Porter, 6:00 Min., Stummfilm

Der Film dokumentiert die verschiedenen Achterbahnanlagen von Torontos historischer jährlicher Canadian National Exhibition. Er wurde komplett bei Nacht gedreht, mit einem Bild pro Sekunde und einer Belichtungszeit von einer Sekunde. Die Nutzung des Zeitraffers ist unglaublich gelungen, um die Transformation von den Rummelplatz-Attraktionen zu immateriellen Lichtobjekten zu vollziehen.


---------------------------------------------------------------------------------------------------------


Programm 2


Sa, 24.01.        22:00 Uhr        Filmhaus, Saal 2



Firefly
Kanada 1980, R: John Porter, 3:00 Min., Stummfilm

John improvisiert für die Kamera eine Performance: er lässt eine helle Lampe an einer langen Schnur in verschiedenen Mustern und vor einem schwarzen Hintergrund um sich kreisen.



Angel Baby
Kanada 1979, R: John Porter, 2:00 Min., Stummfilm

John spielt einen tollpatschigen Babyengel, der das Fliegen lernt – eine Figur, die von dem Vogel Woodstock der Peanuts von Charles M. Schulz inspiriert wurde. Ein seltener, früher „narrativer“ Film von John, in dem er ein „Skript“ und einen „Prompter“ – Alan Walker - benutzt.



In the Gutter
Kanada 2000, R: John Porter, 4:00 Min.

Die Welt ist klein und beängstigend, wenn man sie aus dieser untersten Klasse betrachtet.



Down on Me
Kanada 1981, R: John Porter, 4:00 Min., Stummfilm

Ein Kamera-Tanz unter Verwendung von Zeitraffer-/Pixilations- und Langzeitbelichtungs-Techniken.



Rock Jam
Kanada 1982, R: John Porter, 13:00 Min., Stummfilm

Viele der Szenen von dichten Menschenansammlungen bei verschiedenen großen Rock-Konzerten im Canadian National Stadium von Toronto wurden mit einer langen Belichtungszeit aufgenommen und erzeugen dadurch abstrakte „Action Paintings“.



Cinefuge 4 & 5
Kanada 1981, R: John Porter, 4:00 Min.

Eine schwindelerregende Zentrifuge, bei der der Filmemacher die stabile Achse bildet.



Scanning 5
Kanada 1983, R: John Porter, 3:00 Min., Stummfilm

Eine Performance mit John Porter, der den Projektor in der Hand hält, sorgt für eine erstaunliche Surround-Super-8-Atmosphäre.



Blade Sharpener
Kanada 1998, R: John Porter, 3:00 Min.

Gedreht mit einer einzigen Einstellung von der gegenüberliegenden Straßenseite. Der Filmemacher porträtiert voller Respekt einen Messerschleifer, der von Tür zu Tür geht.



Christmas Toy Lights Me
Kanada 2006, R: John Porter, 3:00 Min., Stummfilm

Ein bescheidenes Selbstporträt, das im kärglichen Licht eines Spielzeugs gemacht wurde.



On The Street Where She Lived
Kanada 1995, R: John Porter, 3:00 Min.

Zum Popsong „On The Street Where You Lived“ von Vic Damone aus dem Jahr 1956 erzählt John eine Geschichte aus seiner Jugend, in der er mit einem Freund eine ausgedehnte Radtour in Toronto machte, um die Straße eines Mädchens zu finden. Die Geschichte ist mit alten Schnappschüssen, Erinnerungsstücken aus den 50er und 60er Jahren und einem Stadtplan von Toronto illustriert.



---------------------------------------------------------------------------------------------------------


John Porter Workshop

Sa, 24.01.        16 - 18:00 Uhr        Gäste-BETT, Filmhaus

Eintritt frei – Offen für alle


Für diesen Workshop wird John Porter Künstlern und Filmemachern, die bereits mit Super-8 arbeiten, oder dies gerne tun würden, sein ausgedehntes Fachwissen und seine langjährige Erfahrung vermitteln. Der Eintritt ist frei, aber die Anmeldung sollte in jedem Fall im Voraus und frühzeitig erfolgen, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.

Anmeldung:  Ivonne, Tel. 0711 – 99 33 98 14,         
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

 
Login Form





Passwort vergessen?
CLOSE...