Filmwinter
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Media – Space Ausstellung
Media – Space  


 

Fr, 23.01.     22:00 Uhr     Gäste-BETT

Metropolis 2009
Interstella

Fritz Langs Stummfilm „Metropolis" ist die frühe Vision einer hoch entwickelten, technikorientierten Gesellschaft am Rande des Zusammenbruchs. Interstella wird Einzelsequenzen dieses achtzig Jahre alten Films aufgreifen und daraus eine Geschichte für das Jahr 2009 erstellen - über eine hoch entwickelte Gesellschaft, bei der soeben einiges zusammenbricht.
Interstella wird am Freitag, 23.01. von 22 – 24 Uhr eine VJ-Show live aus einzelnen Filmpassagen bieten. Rings um dieses Event im Media-Space können Besucher sich als Avatare in ein virtuelles Kino begeben und Ausschnitte aus „Metropolis" erleben.

Weitere Informationen: www.interstella-emotion.de/


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Media – Space  Ausstellung

22. – 25.01.2009    Ex – IKEA

Öffnungszeiten:     Do – So     11 – 22:00 Uhr




Semiconductor - The Mini-epoch Series

Ruth Jarman and Joseph Gerhardt, Großbritannien 2003

Fünf einminütige Filme über die Beziehung zwischen Mensch und Naturwelt bezüglich ihrer statistischen Darstellung über die Jahrtausende.

Film eins: Im Hof des Palazzo Zenobio trocknet eine Pfütze innerhalb von vier Stunden aus. Zusammengesetzte Grafiken stehen für die Fluktuation der Bevölkerungsdichte über hunderte von Jahren, gemessen an der Verfügbarkeit des Wassers, während der See leerer wird.
Film zwei: Die Sonne bewegt sich über den Boden des Palazzo Zenobio. Innerhalb des Verlaufswegs der Sonne befinden sich animierte, zusammengesetzte Grafiken, die Landnutzung – angepasst an die Verfügbarkeit der Sonne über tausende von Jahren – verkörpern.
Film drei: Die Sonne bewegt sich über den Boden und die Wand eines Zimmers im Palazzo Zenobio. Der Schatten der heranrückenden Stadt blockiert schließlich den Lichteinfall und verdunkelt den Raum komplett.
Film vier: Eine Wand im Ausstellungsraum, deren Farbe abblättert. Durch die Veränderung der Umgebung über einen Zeitraum von tausenden von Jahren wandern die Bewohner durch die riesige Wüstenlandschaft.
Film fünf: Eine Animation, die die Bewegung der Architektur von Venedig während der Jahrhunderte in diesem gesättigten Terrain zum Leben erweckt.

Weitere Informationen: www.semiconductorfilms.com/root/miniepochs/Miniepochseries.htm




The Coming Race
Ben Rivers, Irland 2006

16 mm, S/W, 5:00 Min.

Ein Film, in dem tausende von Menschen das Gebiet der Rocky Mountains besteigen. Das Ziel und der Zweck ihres Aufstiegs bleiben im Dunkeln. Es ist eine vage, geheimnisvolle und beunruhigende Pilgerreise voller unbekannter Absichten.
Der Titel “The Coming Race” ist einem viktorianischen Roman von E.G.E. Bulwer-Lytton entnommen, der im Jahre 1870 erschien. Darin geht es um eine unterirdische Super-Rasse, die unter einem Berg lebt – der Roman wurde damals von manchen Leuten als auf Fakten beruhend verstanden.




Mypocket
Burak Arikan

„Mypocket“ ist ein lebendiger physisch-digitaler Prozess der vorhersagt, was ich als nächstes kaufen werde. Er untersucht und enthüllt die grundlegenden Muster der täglich stattfindenden Vorgänge auf meinem Bankkonto und gibt der Welt Einblick in meine finanziellen Daten. Die speziell dafür entwickelte Software analysiert meine Ausgaben über einen Zeitraum von mehr als drei Jahren – auf der Website archiviert und täglich auf den neuesten Stand gebracht – und kann so meine zukünftigen Ausgaben berechnen. Diese Prognosen bestimmen zuweilen meine Entscheidungen und erzeugen dadurch ein System, in dem sich die Software und ich aneinander anpassen.

Weitere Informationen: http://transition.turbulence.org/Works/mypocket/




Meta-Markets
Burak Arikan, Engin Erdogan, Cenk Dolek

„Meta-Markets“ ist ein Aktienmarkt für gesellschaftliche Web-Inhalte. An der New Yorker Börse handeln Menschen mit den Aktien von Unternehmen, bei „Meta-Markets“ handeln Menschen mit Anteilen ihrer Web-Anlagen bei Social Bookmarks, Social Networking und Foto- und Video-Sharing-Anbietern. „Meta Markets“ setzt den Angebotscharakter der gesellschaftlichen Beteiligung der Dynamik des Aktienmarks gleich, um individuelle Einheiten des Social Web Contents als Bedarfsartikel neu zu bewerten – und es schafft ein Forum für deren Austausch. Diese Ausstellung beleuchtet die Aktivitäten der „Meta Markets“-Umgebung innerhalb eines Zeitraums von 20 Monaten.

Weitere Informationen: http://meta-markets.com




SpreadPlayer
Derivart (Daniel Beunza, Mar Canet, Jesús Rodríguez
in collaboration with Eduard Aylon), 2008     

„SpreadPlayer“ ist ein digitales Instrument – hergestellt aus einem Tast-Tisch mit Radar-Interface. Die Benutzer können Daten von Aktienpreisen in Echtzeit anhören, indem sie die Logos der aufgelisteten Firmen des spanischen Marktes mit der Maus in die Radar-Zone ziehen. Dieses Projekt von Derivart kam aus der Zielvorstellung zustande, finanzielle Visualisierungen von einem künstlerischen Gesichtspunkt aus zu generieren, dabei die neuen Technologien zu nutzen und ein Werkzeug zu erstellen, das Menschen mit Sehstörungen hilft, an der Börse teilzuhaben. Durch das Herausstellen des Tons beim jeweiligen individuellen Markt-Erlebnis definiert „SpreadPlayer“ das traditionelle Konzept der finanziellen Visualisierung neu.

Weitere Informationen: www.derivart.info/index.php?s=p2&lang=en  




Stockspace
Marius Watz

Für die meisten Menschen ist der Börsenmarkt eine sagenhafte Welt, die von aalglatten Händlern à la Michael Douglas im 80er-Jahre-Film “Wall Street” bevölkert wird. In der Realität wird allerdings fast der komplette Handel über elektronische Netzwerke abgewickelt. Der Markt ist nicht länger ein Ort, sondern ein netz-werkelnder Raum, in dem Wert-Veränderungen mit millisekundengenauer Präzision gemessen werden können. Die „Stockspace“-Serie interpretiert die komplexen Datenflüsse des Börsenmarkts und gibt die Fluktuation der Aktienpreise anhand von geometrischen Formen wieder. Diese Bilder sind eine ästhetische Untersuchung von spezifischen Formen, die in den Datensätzen latent vorhanden sind. Die daraus entstehenden farbigen Datenlandschaften liefern vielleicht keine materiell gewinnbringenden Einblicke, aber dafür solche, die eine virtuelle Welt des komplexen Informationsflusses aufzeigen.




The Sound of eBay
Ubermorgen.com 2008

→ Text siehe Programmteil „Internationaler Wettbewerb Online / Offline“.

Weitere Informationen: www.Sound-of-eBay.com  &  www.ubermorgen.com/EKMRZ_Trilogy/





Million Dollar Blocks  
Ongoing project by Spatial Information Design Lab (SIDL)
Eric Cadora, Laura Kurgan, with David Reinfurt & Sarah Williams, 2005

In den Vereinigten Staaten sitzen derzeit mehr als zwei Millionen Menschen in Gefängnissen und Haftanstalten ein. Eine unverhältnismäßig große Anzahl der Inhaftierten stammt aus einigen wenigen Wohnvierteln in den größten Städte des Landes. An zahlreichen Orten ist die Konzentration so hoch, dass die jeweiligen Bundesstaaten mehrere Millionen Dollar pro Jahr ausgeben, um die Bewohner einzelner Stadtviertel zu inhaftieren. Wenn diese Leute aus dem Gefängnis entlassen werden, dauert es bei etwa 40% kaum mehr als drei Jahre, bis sie wieder im Gefängnis landen. Unter Zuhilfenahme von Daten des Strafjustiz-Systems, die nur selten zugänglich gemacht werden, haben das Spatial Information Design Lab und das Justice Mapping Center diese “Million Dollar Blocks”, ebenso den Migrationsfluss Stadt-Gefängnis-Stadt-Gefängnis, für fünf US-amerikanische Großstädte kartographiert. Die Karten zeigen auf, dass öffentliche Gelder, die in dieses System fließen, in beträchtlichem Maß zu Lasten anderer Sektoren unserer städtischen Infrastruktur gehen: Schulbildung, Wohnungen, Gesundheit und Familie.

Weitere Informationen: www.spatialinformationdesignlab.org/projects.php?id=16




New York Times Special Edition
Various artists, 2008   

Am 12. November wurde eine fingierte Ausgabe der New York Times in New York und Los Angeles verteilt. Datiert auf den 4. Juli 2009 berichtete die Zeitungsparodie von Ereignissen, die die Leser – angesichts der bevorstehenden Finanzkrise und der neuen Hoffnung durch die Wahl Barack Obamas – sich erhofften: Das Ende des Irak-Kriegs, Pläne für eine gesunde Wirtschaft, umfassende Leistungen im Gesundheitsbereich und eine Anklage gegen George Bush wegen Verrats. Die 14-seitige raffinierte Zeitungsente wurde in Zusammenarbeit von einer großen Gruppe erdacht und produziert, dazu gehören The Yes Men, the Anti-Advertising Agency, CODEPINK, United for Peace and Justice, Not An Alternative, May First/People, Link, Improv Everywhere, Evil Twin und Cultures of Resistance. Mit dutzenden von Artikeln im Boulevard-Stil und einer Reihe von falschen Anzeigen à la Adbuster untersucht sie die utopische Vision eines Amerika, in dem Politiker für ihre Lügen bezahlen müssen, und in dem der Kapitalismus dem sozialen Aktivismus Platz macht.

Weitere Informationen: www.nytimes-se.com




Gold Farmers
Ge Jin, 2006 (Dokumentarfilm)

Ein “Gold Farmer” ist eine Person, die an Online-Spielen teilnimmt, um Spiel-Charaktere zu erstellen und virtuelle Punkte ansammelt, die mit anderen Spielern im Tausch gegen Geld weitergegeben werden können und somit virtuellen Besitz in echtes Geld konvertieren. Die Goldfarmer repräsentieren in der Online-Welt eine schwarze Wirtschaft, die von anderen Spielern abgelehnt wird. Nichts desto trotz wird geschätzt, dass tausende von Leuten – die meisten davon aus Asien - vom „Gold Farming“ leben. Ge Jins Dokumentarfilm „Gold Farmers“ gibt einen Einblick in die chinesischen Ausbeutungsbetriebe des Gold Farming. Er untersucht die sozialen Auswirkungen dieser virtuellen Wirtschaft und stellt sie der tatsächlichen wirtschaftlichen Situation gegenüber, die ihr florierendes Treiben ermöglicht hat. Letztendlich ist es kein Film über Spiele, sondern eher ein Kommentar zur Virtualisierung der Arbeitswelt und zum globalisierten Handel.

Weitere Informationen: www.chinesegoldfarmers.com







 
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